Die Ideen: eine App gegen Lebensmittelverschwendung, ein blinkender Handschuh, eine Dating-App, Intimpflege-Gels für Männer und maßgeschneiderte Torten.

Drei zu drei: So sah vergangene Woche die Deal-Bilanz bei „Die Höhle der Löwen“ aus. In der heutigen Folge treten in der TV-Show nur fünf Start-ups an, die Mischung ist gewohnt bunt. WirtschaftsWoche Gründer ist ab 20:15 Uhr wieder mit einem Liveblog dabei. Zur Einstimmung hier schon der Kurzüberblick:

Too Good To Go
Aus Kopenhagen und Düsseldorf kommen die Gründer von Too Good to Go. Ihre Mission: die Lebensmittelverschwendung in Gastronomie-Betrieben zu reduzieren. Peter Wiedeking (45), Julian Stützer (31), Thomas Björn Momsen (25), Klaus Pedersen (26) und Stian Olesen (29) haben eine App entwickelt, in der man in Restaurants vergünstigtes Essen kaufen kann, das sonst entsorgt werden müsste. Um ihr Konzept weiter auszubauen, erhoffen sich die Gründer die stolze Summe von einer Million Euro und würden fünf Prozent ihrer Firmenanteile abgeben. Schon im vergangenen Jahr listete das Start-up für Dänemark 300 Partnerbetriebe auf.

Blinkerhandschuh
Der Ruhestand ist für Harald Gerhard (69) aus Bensheim keine Option. Als er eines Abends mit seinem Fahrrad fast verunglückte, weil ein Auto ihn übersah, kam ihm die Idee zum Blinkerhandschuh. Harald Gerhard tüftelte über drei Jahre an den Handschuhen, deren Zeigefinger bei Bedarf blinken und so den Fahrrichtungswinkel anzeigen. Doch nicht nur für Fahrradfahrer ist der „Blinkerhandschuh“ geeignet, auch Schulkinder, Inliner- oder Skateboardfahrer gehören zur Zielgruppe von Harald Gerhard. Nun will der Ingenieur in die Massenproduktion gehen und sucht ein Investment in Höhe von 80.000 Euro. Er bietet dafür ein Fünftel seiner Firmenanteile an.

Sqyle
Dating-Apps gibt es viele, aber Wanda Egger (43) möchte mit Sqyle die deutsche und europäische Datingszene revolutionieren. Die gebürtige Französin legt besonders Wert auf Exklusivität, denn nur die Mitglieder entscheiden, wer die nächsten Mitglieder der Community werden. „Aber das ist nur der Anfang. Die App ist die Tür zu einer ganzen Welt von Dienstleistungen, um Dates schöner und bequemer zu machen“, sagt die Gründerin. Sie bietet zehn Prozent der Anteile an ihrem Münchener Start-up und hofft auf ein Investment von 120.000 Euro.

Inthim
Für viele Menschen ist es ein Tabuthema, für Francesco Indirli (33) ein Geschäftsmodell: die männliche Intimpflege. Der Italiener hat die Pflegelinie Inthim speziell für den Intimbereich des Mannes entwickelt. Für Frauen sind Intim-Pflegeprodukte schon im Alltag angekommen, bei Männern sieht es allerdings etwas anders aus. Der gelernte Eventveranstalter ist sich sicher, eine Marktlücke entdeckt zu haben. Nach dreijähriger Entwicklungszeit bietet er eine Waschlotion und ein Gel an – vollgepackt mit hochwertigen, effektiven und natürlichen Inhaltsstoffen, die den männlichen Intimbereich pflegen und erfrischen sollen. Für ein größeres Vertriebsnetzwerk sucht Francesco nun einen strategischen Partner und bietet 20 Prozent der Firmenanteile für 100.000 Euro.

Biskitty
Das Credo von Flavio Cuoni (33) und Othmar Müller (40) lautet: „Sags mit Torten statt mit Worten.“ Und damit die Torte wieder das Highlight auf jeder Kaffee-Tafel ist, haben sie den weltweit ersten 3D-Tortenkonfigurator entwickelt. Über die Website von Biskitty kann der Interessent individuell seine Wunschtorte kreieren: Durchmesser, Geschmack, Farbe, Muster sowie Verzierung und Topper. Kühlelemente in der Verpackung sorgen dafür, dass die Torte frisch zum Wunschtermin beim Empfänger ankommt. Um ihr Geschäft weiter auszubauen, benötigen sie 100.000 Euro und bieten 25 Prozent an der neu zu gründenden GmbH an.