Veganer Käse, neues Spielzeug und alkoholfreie Partys: Welche Geschäftsideen heute in der Start-up-Show von Vox präsentiert werden. Ein Überblick.

Heute Abend um 20.15 Uhr öffnet sich wieder der Löwenkäfig von Vox: Der Sender strahlt Folge elf der vierten Staffel der Start-up-Show aus. Um die Gunst der prominenten Investoren ringen sechs Start-ups mit ganz unterschiedlichen Geschäftsideen. WirtschaftsWoche Gründer guckt wieder live mit und sammelt hier im Blog und drüben bei Twitter die besten Reaktionen aus dem Netz. Zur Einstimmung hier der Kurzüberblick zu allen Start-ups der Folge:

Yumminator
Marcus König (35) aus Graz hat den Yumminator entwickelt – einen besonderen Napf für Tierfutter. Seine Erfindung soll jeden Futterplatz von Hund und Katze durch eine integrierte Unterlage sauber halten und ist zudem rutschsicher. Wie genau das Produkt von Marcus König funktioniert, sollen achtwöchige Hundewelpen in der „Höhle der Löwen“ zeigen. Um den Yumminator nicht nur in Deutschland, sondern auch weltweit vertreiben zu können, erhofft sich Marcus König 125.000 Euro und würde im Gegenzug 15 Prozent seiner Firmenanteile abgeben.

Happy Cheeze
Mit einer veganen Käsealternative tritt Happy Cheeze aus Cuxhaven an. Enttäuscht vom bestehenden Angebot, hat der ehemalige Unfallchirurg Mudar Mannah (44) lange in seiner heimischen Laborküche experimentiert. Hergestellt wird der Happy Cheeze nun aus Chashewkernen, die von Pilzkulturen fermentiert werden. Ähnlich wie Käse aus Milch muss auch die vegane Alternative wochenlang reifen. Eine eigene Manufaktur hat sich der Gründer zusammen mit seinem Geschäftspartner Rocky Wüst (35) bereits aufgebaut. Nach einem Rückschlag bei der Produktion wollen die Gründer nun neu durchstarten. Sie bieten zehn Prozent der Firmenanteile gegen 500.000 Euro.

Vulpés
Der Winter steht vor der Tür und bei Minusgraden wird einem trotz wärmster Bekleidung häufig kalt. Joanna Wiese (30) und Rustam Ismailov (30) aus Kiel präsentieren ihre Lösung für alle Frostbeulen. Die Einlegesohlen und die Mützen von Vulpés sind mit Wärmepads ausgestattet, die über eine App steuerbar sind. So können die Kunden selbst entscheiden, welches ihre individuelle Wohlfühltemperatur ist. Um mit ihrem Unternehmen für beheizbare Bekleidung weiter zu wachsen, brauchen die Gründer ein Investment von 200.000 Euro und bieten zehn Prozent ihrer Firmenanteile.

Tukluk
Die Idee zu Tukluk hatte Benedikt Kirsch (37) bereits vor zehn Jahren und ab da war es ein langer Entwicklungsprozess. Der Produktdesigner konzipiert gemeinsam mit Kindern Spielsachen, die die Kreativität und die Bewegung fördern. Mit seinem ersten Produkt, den modularen Spielmatten, können Kinder jeden Alters ihre Ideen aktiv umsetzen. Piratenschiffe, Räuberhöhlen, Mondraketen – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt und durch das patentierte Magnetsystem ist es kinderleicht. Weitere Produkte stehen kurz vor der Markteinführung. Für 180.000 Euro bietet Benedikt Kirsch zehn Prozent der Anteile an seinem Wiener Start-up.

DetoxRebels
Den kräftigen Kater nach durchgezechten Partynächten war Martin Bressem (27) irgendwann leid. Zusammen mit seinem Kumpel Jonas Höhn (28) zog er dann mal ohne Alkohol los – das Duo fragte sich nach dem lustigen Abend, warum es keine alkoholfreien Partys gibt. DetoxRebels soll die Lücke nun schließen: Das Kölner Start-up veranstaltet katerfreie Partys mit fetten Beats, Live-Acts und neuen Geschmackserlebnissen. Statt Bier und Schnaps gibt es Kokoswasser, Ingwershots und frische Smoothies. Ihr Angebot haben sie um zwei weitere Events, den Detoxtalk und ein Freestyletraining, erweitert. Noch mehr könnte das Duo mit einem Investment von 200.000 Euro auf die Beine stellen. Sie bieten 15 Prozent der Firmenanteile.

HappyPo
„Die kleine Dusche nach dem großen Geschäft” – dafür steht HappyPo. Gegründet haben das Unternehmen Oliver Elsoud (33) und Frank Schmischke (28) aus Berlin. Weil die Reinigung mit Toilettenpapier oft nicht vollständig hygienisch ist, Bidets hierzulande aber wenig verbreitet sind, haben sie eine mobile Po-Dusche entwickelt. Die wird am Wasserhahn aufgefüllt. Der Druck und die Position des Strahls lässt sich einfach und gut regeln. HappyPo ist nicht nur hygienisch und preiswert, sondern auch umweltfreundlich: Die Gründer werben damit, dass der Pro-Kopf-Verbrauch von Toilettenpapier mit ihrer Erfindung von 50 auf zehn Rollen jährlich sinken kann. Um mit ihrem Unternehmen weiter zu wachsen, haben die Berliner einen Kapitalbedarf von 120.000 Euro und bieten im Gegenzug 25 Prozent ihrer Firmenanteile an.