Den richtigen Makler zu finden ist für Käufer und Verkäufer keine einfache Angelegenheit. Mit diesem Problem beschäftigen sich die Gründer des Startups Talocasa.

Sebastian Wagner (Mitte) möchte im Immobiliengeschäft mitmischen, versteht aber wenig von Immobilien. Sein Metier ist das Online-Shopping, 2007 entwickelte er die Rabattplattform Urdeal. Jetzt will der 34-Jährige gleich zwei Probleme der Maklerbranche lösen: Wie erkennen Kunden, ob ein Makler seriös ist? Und wie finden Makler genügend Objekte? Gemeinsam mit Matthias Frenzel (links) und Miguel Ruth (rechts), die für das Maklernetzwerk Engel & Völkers gearbeitet hatten, gründete Wagner das Unternehmen Talocasa. Im April ging es in der Schweiz online, vor einem Monat in Deutschland.

Das Start-up sucht für Käufer und Verkäufer die passenden Makler. Wechselt ein Objekt dann den Besitzer, kassiert Talocasa bis zu 35 Prozent der Maklerprovision. „Wir haben einen Pool von 4000 Maklern“, sagt Wagner.

Die Auswahl erfolgt nach Kriterien wie Erfahrung, Mitgliedschaft im Branchenverband oder dem Ruf am Markt. Den Ansatz findet Christian Schmid-Burgk von der Verbraucherzentrale Hamburg zwar richtig, aber er fordert von den Jungunternehmern mehr Transparenz darüber, warum wer in den Pool kommt. Bis Ende des Jahres will Talocasa auch in Österreich starten. Die Branche könnte es freuen. Die Akquise von Objekten, sagt Christian Osthus vom Immobilienverband IVD, mache die meiste Arbeit.