Nach Abschluss des Second Closing kann der HTGF 316,5 Millionen Euro an Gründer ausschütten – die erwarten auch Änderungen in den Bewerbungsmodalitäten.

Gute Nachrichten für deutsche Gründer: Wie das Magazin t3n vorab berichtet, hat der High-Tech Gründerfonds (HTGF) in der aktuellen Fundraising-Runde 316,5 Millionen Euro für die Neugründung von Start-ups einsammeln können – und übertraf damit die erwartete Summe von 310 Millionen Euro. Die beiden vorangegangenen Fonds hatten ein Gesamtvolumen von 576 Millionen Euro.

Zu den Investoren des dritten Fonds gehören neben dem Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) und der KfW 32 private Investoren, darunter der Chemiekonzern BASF, der Werkzeughersteller Stihl, die Deutsche Post und der Elektronikspezialist Phoenix Contact.

Höhere Inestition für einzelne Start-ups möglich

Der HTGF teilte außerdem mit, dass man seinen Fokus zukünftig auf kapitalintensive Themen wie Chemie, Umwelt und Maschinenbau legen wolle. Außerdem werde es Änderungen in den Bewerbungsmodalitäten geben: Bisher durften nur Start-ups gefördert werden, die nicht länger als ein Jahr am Markt waren, die Höhe der ersten Tranche war auf 600.000 Euro je Unternehmen gedeckelt.

Nun dürfen die Unternehmen bereits drei Jahre alt sein, in der ersten Finanzierungsrunde werden Beträge bis zu einer Million Euro ausgezahlt, je nach Performance kann das Start-up sogar bis zu drei Millionen Euro erhalten.

Der Hightech investiert seit dem Jahr 2005 in innovative Tech-Start-ups in der Frühphase, darunter Casavi, Asana Rebel, Selfapy und bookingkit. Mitte Mai hatte mit NFON das erste Unternehmen aus der Start-up-Familie den Sprung an die Börse gemeistert.