Relayr

Gerade einmal drei Jahre ist es her, dass Harald Zapp und Jackson Bond ihr Start-up Relayr gegründet haben. Inzwischen werden die Berliner sogar von Bosch in den höchsten Tönen gelobt: „Ihre Cloud-Plattform, Beratungsdienste und Hardware haben Relayr in Rekordzeit vom Start-up zum globalen Führer im Internet der Dinge gemacht“, schreibt der Zulieferer im Internet über seinen Partner.

Immer mehr Alltagsgegenstände, aber auch Maschinen werden vernetzt: Die US-Marktforschung Gartner prognostiziert für dieses Jahr, dass 6,4 Milliarden Geräte mit dem Internet verbunden sind – 30 Prozent mehr als 2015. Relayr bietet dafür eine Infrastruktur: Auf der Online-Plattform des Unternehmens können vernetzte Gegenstände und Sensoren kontrolliert und gesteuert werden. Zu den Kunden gehören Coca Cola, Nestlé oder Cisco. Der US-Netzwerkausrüster kennt das Team des Start-ups bereits gut, denn er kaufte das letzte Unternehmen von Relayr-Chef Josef Brunner im Jahr 2013 – für mehr als 100 Millionen Euro.

Mit einem Teil des Geldes finanzierte Brunner den Start von Relayr. Inzwischen sind weitere prominente Investoren an Bord: Relayr ist eines der wenigen deutschen Start-ups, an denen sich  Kleiner Perkins Caufield & Byers beteiligt hat, einer der ältesten und erfolgreichsten Wagniskapitalgeber der Welt. 13 Millionen Dollar erhielt das Start-up in der ersten Finanzierungsrunde, nun kommt noch einmal ein hoher Betrag dazu. Damit plant Relayr auch Übernahmen.