Cevotec

Komplexe Bauteile zusammenzusetzen, kann relativ schwierig sein. Obwohl Carbon unter anderem zur Herstellung von Prothesen oder in Flugzeugen eingesetzt wird, ist die Produktion aufwendig, das Material teuer. Bislang gehen in der Regel 30 Prozent des Materials verloren. Das Münchner Start-up Cevotec hat deshalb ein Verfahren entwickelt, mit dem das voll automatisiert passieren soll. Die Verschnittraten würden damit deutlich sinken und künftig bei maximal zehn Prozent liegen.

„Wir entwickeln eine Software, die genau berechnet, wie so ein Bauteil aussehen muss, und unsere Produktionsanlage setzt das dann um“, sagt Mitgründer Thorsten Gröne. Er hat das Unternehmen 2015 gemeinsam mit Felix Michl und Neven Majic gegründet. „Wir automatisieren Prozesse, die bislang nur von Hand gemacht werden konnten“,
sagt Gröne.

Das Start-up hat im Frühjahr 1,75 Millionen Euro von High-Tech Gründerfonds, Bayern Kapital sowie Business Angels aus dem BayStartUP-Netzwerk erhalten und beschäftigt mittlerweile 13 Mitarbeiter. Cevotec arbeitet zudem mit Airbus zusammen. Zurzeit wird noch einer Prototypen-Anlage gearbeitet, der Markteintritt soll aber in naher Zukunft erfolgen.