Im Interview erklärt der renommierte Automobildesigner und Unternehmensgründer, warum und wie er in deutsche Start-ups investieren will.

Prominente Verstärkung für Motec Ventures: Der kürzlich in Wien gestartete Wagniskapitalgeber hat den Automobildesigner Henrik Fisker als Beirat verpflichtet. Auf den US-Amerikaner mit dänischen Wurzeln gehen begehrte Sportwagen wie der BMW Z8 und der Aston Martin DB9/V8 Vantage zurück. Mit seinem eigenen Unternehmen Fisker Inc. arbeitet der 55-Jährige nun an elektrisch angetrieben Sportwagen, neuen Akkus und autonomen Minibussen.

„Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit Henrik Fisker und darüber, mit ihm eine erfahrene Ikone in der Automobil- und Mobilitätsbranche gewonnen zu haben“, sagt Geza Brugger, Co-Geschäftsführer von Motec Ventures. Die neue Investmentgesellschaft ist ein Gemeinschaftsunternehmen der deutschen Automobil- und Mobilitätsberatung e&Co. sowie der österreichischen Beratungs- und Beteiligungsgesellschaft Venionaire Capital.

An fünf Start-ups ist Motec Ventures bereits beteiligt. Das Portfolio soll aber deutlich wachsen: Geplant ist ein Fondsvolumen von 20 bis 30 Millionen Euro. Investiert werden soll das Geld in für die Mobilitätsbranche interessante Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Dabei wolle man die Gründer mit mitteständischen Zulieferern und Autoherstellern wie Fisker Inc. zusammenbringen, so Brugger.

Im Interview mit WirtschaftsWoche Gründer erklärt Henrik Fisker, was er sich von der Zusammenarbeit erhofft, welche Chancen Start-ups in der Autobranche haben – und wie er sein eigenes Unternehmen positioniert.

Herr Fisker, Sie bauen gerade einen neuen Automobilhersteller auf. Was erhoffen Sie sich von der Arbeit als Beirat von Motec Ventures?
Mit e&Co. habe ich bereits in mehreren Projekten zusammengearbeitet, daher kenne und schätze ich die Akteure. Motec Ventures ist eine vielversprechende Möglichkeit für mich, spannende neue Unternehmen im deutschsprachigen Raum kennenzulernen.

Wollen Sie auch in Start-ups investieren?
Ja, wir haben uns zusammen schon einige Unternehmen konkret angesehen. Ich habe im Vorfeld kein bestimmtes Budget festgelegt. Aber mir geht es um Investitionen in einer sehr frühen Phase – also um Summen im sechs- oder maximal siebenstelligen Bereich.

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