Der Konsumgüterhersteller Henkel investiert in das israelische Technologie-Start-up Copprint. Mit dem Geld soll die Produktion ausgebaut werden.

Das Düsseldorfer Unternehmen Henkel investiert in das 2016 gegründete israelische Start-up Copprint, das eine neuartige Technologie zur Herstellung von leitfähigen Kupfertinten entwickelt hat.

Aufgrund der steigenden Nachfrage nach gedruckter Elektronik wächst der Markt für leitfähige Tinten kontinuierlich, kupferbasierte Technologien können dabei die Gesamtkosten signifikant senken, doch aufgrund technologischer Herausforderungen wie Oxidation und kostenintensiver Produktionsprozesse basieren derzeit fast alle Lösungen am Markt weiterhin auf Silber.

Vorteile bei Kosten und Nachhaltigkeit

„Als ein führender Material- und Lösungsanbieter in der Elektronikindustrie zählt gedruckte Elektronik zu unseren Kernsuchfeldern für Innovationen“, sagt Paolo Bavaj, Head of Corporate Venturing bei Henkel Adhesive Technologies. „Copprint hat eine ausgezeichnete Technologie für kupferbasierte Tinten entwickelt, die über das Potenzial verfügt, silberbasierte Tinten zu ersetzen und neue kosteneffiziente Anwendungen zu ermöglichen.“

Die von Copprint auf einer Papierschicht gedruckten RFID-Antennen böten erhebliche Vorteile bei Kosten und Nachhaltigkeit im Vergleich zu herkömmlichen Methoden, deshalb verfüge die neuartige Technologie über das Potenzial, zukünftig in einer Vielzahl von Anwendungen zum Einsatz zu kommen. Dazu zählen beispielsweise Photovoltaik, 3D gedruckte Elektronik, RFID- und NFC-Antennen, Wearables und intelligente Bekleidung.

Genaue Summe bleibt geheim

Mit dem Geld soll die Produktion ausgebaut, und durch die Zusammenarbeit mit den Henkel-Experten für gedruckte Elektronik Anwendungsfelder erweitern werden.

Zur genauen Investitionssumme wollte Henkel gegenüber WirtschaftsWoche Gründer keine Auskunft geben. Man habe sich bewusst für die Geheimhaltung entschieden, hieß es auf Anfrage.