Helpling übernimmt mit CleanAgents einen direkten Konkurrenten. Das Putzportal soll aber als eigene Marke und unabhängig bestehen bleiben.

1000 Putzkräfte in 16 deutschen Städten: Das ist es, was das Rocket Internet Start-up Helpling mit dem Putzportal Clean-Agents übernimmt. Das Unternehmen soll – laut Gründerszene – allerdings als eigene Marke mit den bisherigen Geschäftsführern fortbestehen und den Betrieb unabhängig fortführen.

CleanAgents startete im Juni 2013 s in Berlin, Hamburg folgte nach einigen Monaten, später kamen Frankfurt, Köln Stuttgart, Bremen und Hannover hinzu. Den Start von Helpling vor einen Jahr hatte Cleanagents-Gründer Sergiej Rewiakin mit den Worten: „Das ist jetzt ein kleiner Krieg“ kommentiert. Bei beiden Anbietern liegt der Stundensatz der Reinigungskräfte zwischen zwölf und 15 Euro, sie erheben dafür eine Vermittlungsprovision, bei Cleanagents beträgt sie 15 Prozent.Erst vor einer Woche sammelte das Putzportal 43 Millionen Euro ein, unter anderem von Rocket Internet. Bereits in einer ersten Finanzierungsrunde im Dezember 2014 nahm das Unternehmen 13,5 Millionen Euro ein. Damit hat Helpling inzwischen mehr Geld eingesammelt, als das unter anderen von Google finanzierte US-Vorbild Homejoy. Die Berliner bezeichnen sich als „weltweit führendes Reinigungsportal“. Das Start-up vermittelt Putzkräfte an Privathaushalte und Unternehmen. Es beschäftigt 5000 Reinigungskräfte in 200 Städten in zwölf Ländern, etwa 25 Putzkräfte pro Stadt.

Die Branche ist groß: In Deutschland sorgen mehr als 600.000 Menschen für Sauberkeit und Hygiene, so der Bundesinnungsverband „Die Gebäudedienstleister“. Selbstständige Haushaltshilfen sind gar nicht mit eingerechnet. Laut Statistischem Bundesamt machte die gesamte Branche 2013 einen Umsatz von rund 13,7 Milliarden Euro.