Finanzkreisen zufolge soll der Berliner Lebensmittel-Lieferdienst Hellofresh knapp zwei Jahre nach dem ersten Anlauf einen zweiten Börsengang vorbereiten. 

Es wäre der zweite Versuch innerhalb von zwei Jahren: Der Lebensmittel-Lieferdienst Hellofresh bereitet Finanzkreisen zufolge einen neuen Anlauf an die Börse vor. Der erste Anlauf war im Sande verlaufen, nachdem Investoren die damals angepeilte Bewertung von 2,6 Milliarden Euro für das Startup-Unternehmen für zu hoch hielten.

Börsengang im Herbst?

Wie Reuters berichtet, habe Hellofresh die Investmentbanken Morgan Stanley, JPMorgan und Deutsche Bank mandatiert, um die Emission zu begleiten. Ob Hellofresh den Börsengang im Herbst angehen werde, hänge aber davon ab, wie der Lieferdienst Delivery Hero an der Börse ankomme, der seine Emission Finanzkreisen zufolge noch vor der Sommerpause plant.

Bei der jüngsten Finanzierungsrunde im Dezember erhielt das Berliner Start-up eine Finanzspritze von 85 Millionen Euro und wurde mit zwei Milliarden Euro bewertet. HelloFresh gehört zu dem Kreis der Einhörner – zu den Start-ups also, die mit mehr als einer Milliarde Dollar bewertet werden.

857.000 aktive Kunden

Hellofresh liefert keine Mahlzeiten aus Restaurants, sondern Lebensmittel nach Hause, mit denen sich nach Rezept Menüs zusammenstellen und kochen lassen. Der börsennotierte Start-up-Investor Rocket Internet hält 53 Prozent an HelloFresh – eines von wenigen Unternehmen, an denen er mit Mehrheit beteiligt ist.

HelloFresh hat inzwischen 857.000 aktive Kunden und konnte seinen Umsatz 2016 auf 597 Millionen Euro fast verdoppelen. Der operative Verlust (Ebitda) lag bei 83 Millionen Euro. Auch die US-Konkurrenten Blue Apron und Sun Basket planen Börsengänge.