Hello Fresh und der Thermomix-Hersteller Vorwerk arbeiten künftig zusammen. Das ist auch dringend nötig, denn zuletzt lief es für das Start-up nicht so gut.

2015 hat Hello Fresh den Durchbruch geschafft: Millionenfinanzierungsrunden, Aufstieg in den Club der Einhörner, Börsengangpläne. Gleichzeitig gab es auch Berichte darüber, dass der IPO nicht nur wegen des Marktumfelds abgesagt wurde – wie es offiziell hieß –, sondern auch wegen der hohen Bewertung und Streit bei Rocket Internet, der in der vergangenen Woche zunächst eskaliert ist. Erst vergangene Woche gab die Berliner Start-up-Schmiede bekannt, dass die beiden Vertreter des schwedischen Investors zur Hauptversammlung am 9. Juni den Rocket-Aufsichtsrat verlassen. Beide hatten den Börsengang des Unternehmens im Herbst 2014 begleitet. Laut Insidern hatte Kinnevik-Chef Grabau genaue Vorstellungen, wie Rocket-Chef Oliver Samwer sein stark unter Druck stehendes Unternehmen wieder auf Vordermann bringen soll. Diese seien von Samwer nicht geteilt worden.

Scheitern gehört dazu, sagte Oliver Samwer erst kürzlich in einem Interview. Die damit verbundenen Negativmeldungen und Kursschwankungen will der Rocket-Chef ignorieren und setzt auf die langfristige Perspektive. Deshalb gibt es erst einmal wieder positive Nachrichten: Hello Fresh liefert künftig auch Kochboxen für den Thermomix. Damit habe man Wünsche der Kunden umgesetzt, heißt es aus dem Start-up. Die Kooperation ist als Pilotprojekt für sechs Monate angelegt.