Die Start-up-Schmiede Heartbeat Labs startet eine Online-Beratung für werdende Mütter. Doch mit der Idee sind die Investoren nicht allein.

Mit einem Online-Beratungsdienst für schwangere Frauen und Eltern von Babys greift der Company-Builder Heartbeat Labs am Markt für Mutter-Kind-Gesundheit an. Kinderheldin heißt die erste Gründung der Berliner Investoren. Dahinter stehen ausgebildete Hebammen, die im Live-Chat, per E-Mail oder am Telefon Fragen beantworten. Das Unternehmen mit Sitz in Berlin verdient am Entgelt, das Nutzer je nach Kommunikationsweg bezahlen.

Hebamme Christiane Hammerl hat das Angebot mitentwickelt. „In vielen Ballungszentren sind die Hebammen aktuell überlastet, in ländlichen Bereichen lässt sich die flächendeckende Versorgung nur schwierig gewährleisten“, wird sie in einer Pressemitteilung zitiert. „Wir möchten genau hier ansetzen, und Eltern zusätzlich beratend aus der Ferne zur Seite stehen, auch außerhalb der regulären Sprechstunden.”

Dass Eltern in manchen Regionen immer schwieriger eine Hebamme finden können, hat auch das Start-up Keleya erkannt. Per App gibt das Unternehmen Tipps für schwangere Frauen, etwa zum Thema gesunde Ernährung und Bewegung. In der vergangenen Woche hat Keleya dafür ein Seed Investment in mittlerer sechsstelliger Höhe erhalten.

Digitale Gesundheit boomt

Der Berliner Company-Builder Heartbeat Labs hat außerdem in einen sogenannten Baby-Monitor investiert. Die App-Anwendung der Firma Daatrics sendet Eltern Daten zu Herzfrequenz, Temperatur und Sauerstoffsättigung ihres Kindes aufs Smartphone. Zudem fließt Geld an das Start-up Heallo.ai, das eine App zur Hautuntersuchung entwickelt hat sowie an Aurora Health, ein Unternehmen, das mittels App nach Symptomen einer Depression bei Nutzern sucht.

Eckhardt Weber, Mitgründer und Managing Partner von Heartbeat Labs kündigt für die nähere Zukunft weitere Gründungen und Investitionen im Healthtech-Bereich an. „Die Möglichkeiten der Digitalisierung liegen im Gesundheitswesen weiter brach, wie überfüllte Warteräume, Rezepte in Papierform und unnötige Doppeluntersuchungen zeigen.“ Der Fokus der Healthtech-Investoren liegt auf Start-ups, die Lösungen zur digitalen Gesundheit entwickeln. Der Inkubator wirbt damit, Gründern bis zu fünf Millionen Euro Startkapital zur Verfügung zu stellen. Dahinter steht die Investment-Firma Hitfox Group.