Hanna Aase setzt auf persönliche Bekanntschaften: Mit bewegten Profilbildern will sie Unternehmer zusammenbringen und die sozialen Netzwerke erobern.

Von Johanna Küppers

Netzwerken ist in der Start-up Szene unabdingbar. Um mögliche Finanzierungsrunden zu bekommen, neue Partner oder Ideen zu finden, müssen Gründer im ständigen Austausch mit anderen Unternehmern sein. Plattformen wie LinkedIn, Xing oder Facebook helfen den Kontakt herzustellen und einen ersten Eindruck zu bekommen. Gründerin Hanna Aase möchte das Kennenlernen über das Internet aber noch persönlicher gestalten – durch Videoprofile. WirtschaftsWoche Gründer hat mir ihr darüber gesprochen, weshalb wir ein Kennenlernen über Video brauchen und wie sie mit ihrem Start-up Wonderloop Unternehmer weltweit verknüpfen will.

WirtschaftsWoche Gründer: Frau Aase, in Zeiten von Facebook und LinkedIn, wozu brauchen wir jetzt auch noch ein Videoprofil?
Hanna Aase: Wonderloop zeigt Leute, wie sie wirklich sind und das ist ein großer Vorteil. Bewegte Bilder können viel mehr ausdrücken als Fotos. Ein Video dauert zehn bis 20 Sekunden, in dieser Zeit bekomme ich einen authentischen Eindruck und baue eine Verbindung zu meinem Gegenüber auf. Diese Person ist dann nicht mehr länger fremd für mich und dann lasse ich mich doch viel schneller auf ein Treffen ein.

Worin unterscheidet sich Ihr Start-up gegenüber den etablierten Netzwerken?
Das was man bisher kennt, sind meist Chroniken, die zeigen, was du in deinem Leben getan hast. Wir sind zukunftsorientierter, erzählen Träume und Visionen. Ein Teilnehmer erzählt der Welt, was er gerne einmal machen würde und hofft darauf, dass jemand antwortet. Es ist einfach kraftvoller als LinkedIn, weil es persönlicher ist.

Dürfen sich nur Unternehmer anmelden?
Nein, wir haben offen gelassen, für welchen Zweck die Plattform genutzt wird. Das Ziel ist es Menschen weltweit zu verbinden. Sei es um neue Mitarbeiter zu finden, einen Partner oder gute Freunde, jeder Mensch hat andere Gründe, jemanden kennenlernen zu wollen – also darf auch jeder die App nutzen, wie er es will.