Einer aktuellen Umfrage zufolge leben in der Hansestadt besonders viele Gründungswillige. Dahinter steckt vor allem der Wunsch nach Unabhängigkeit.

Hamburger sind gründungsfreudig! Das hat eine Umfrage der städtisch geförderten ExistenzgründungsInitiative hei. ergeben. Sie verzeichnete bei der Anzahl der Erstberatungen im ersten Halbjahr 2017 eine Steigerung von knapp 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Hauptmotivation zu Gründen seien flexiblere Arbeitszeiten und Wunsch nach Unabhängigkeit.

Insgesamt fanden von Januar bis Juni 546 Beratungen statt, 281 davon im persönlichen Gespräch. Bei der Branchenbetrachtung waren Gründungsinteressierte im Dienstleistungsbereich am stärksten vertreten (45 Prozent), gefolgt von Freien Berufen (29 Prozent), Einzelhandel, Hotel- und Gaststättengewerbe und Handwerk (je 7 Prozent).

Gerade Frauen seien an Existenzgründungen interessiert, heißt es: Von den in der Datenbank der Gründungsinitiative erfassten Erstkontakten im ersten Halbjahr 2017 waren 57 Prozent weiblich.

Erst im Juli hatte eine Umfrage des Wirtschaftsprüfungsunternehmens PricewaterhouseCoopers (PwC) unter Mitgliedern der Geschäftsführung von 450 Start-ups ergeben, dass die Hansestadt als Standort für Gründer im Trend liegt. Die Hansestadt wird nach Einschätzung von  Gründern junger Technologieunternehmen an Bedeutung gewinnen.