In anderen Ländern Europas herrschen bessere Bedingungen, um ein Start-up zu gründen, zeigt eine Studie. Als Arbeitgeber gewinnt der Sektor jedoch unter Jüngeren neue Anhänger.

Norwegen, Großbritannien, Dänemark: In diesen drei Ländern stimmen die meisten Menschen der Frage zu, ob gute Bedingungen für die Gründung eines Start-ups herrschen. Der Wert lag hier jeweils bei knapp unter 70 Prozent, wie eine Auswertung der Personalvermittlung Randstad zeigt. Trotz Brexit in dem einen Land und hoher Lebenshaltungskosten in den nördlichen Staaten finden angehende Gründer dort nach den Ergebnissen der Befragung ein passendes Umfeld vor.

In Deutschland sind es immerhin noch 59 Prozent, die gute Start-Bedingungen für ein junges technologiegetriebenes Unternehmen sehen. Probleme werden hier immer wieder bei der Bürokratie, der Finanzierung und der technischen Infrastruktur gesehen. „Beim Thema Unterstützung von Start-ups besteht Handlungsbedarf”, sagt Petra Timm, Director Group Communications bei Randstad. „Hier muss der Staat vor allem auch in Zeiten der Digitalisierung mehr Hilfen und Anreize bieten, um so langfristig attraktive Arbeitsplätze in modernen und flexiblen Unternehmen zu schaffen.“

Skeptisch blickt die 400 deutschen Umfrageteilnehmer auch noch auf die Möglichkeit, als Angestellter in einem Start-up anzufangen. Nur 36 Prozent der Befragten würden gerne für ein junges Unternehmen arbeiten. In Großbritannien und Dänemark ist das für jeweils jeden zweiten Arbeitnehmer eine Option. Das Start-up-Leben ist aber vor allem eine Generationenfrage: In der Gruppe der 25- bis 44-Jährigen können sich schon in Deutschland schon 45 Prozent der Befragten vorstellen, in einem Start-up zu beginnen.