Geht es um die besten Bedingungen für Unternehmerinnen, laufen Berlin und München unter ferner liefen. Nur in zwei Kategorien kann die deutsche Hauptstadt punkten.

New York, San Francisco, London: Drei angelsächsische Metropolen führen eine aktuelle Untersuchung von globalen Start-up-Hotspots an, bei der es um die besten Startbedingungen für Unternehmerinnen geht. Im „Women Entrepreneur Cities Index“ des Technologieunternehmens Dell muss man die Liste lange durchgehen, bis auch zwei deutsche Städte auftauchen: Berlin landet in dem Ranking auf Platz 21 auf, München kommt auf Rang 31. Neben London schneiden auch Stockholm, Paris und Amsterdam in Europa besser ab.

Für die Untersuchung (PDF) wurden insgesamt 72 Kriterien berücksichtigt. Darunter allgemeine wie die Lebenshaltungskosten oder der Zugang zu Kapital, aber auch geschlechtsspezifische wie die Anzahl und Qualität von Karrierenetzwerken von Frauen oder der Anteil der schnell wachsenden Unternehmen, die von Frauen gegründet wurden.

Gute Marktchancen, schlechte Finanzierungsmöglichkeiten

Punkten kann Berlin immerhin in zwei Kategorien: Der Zugang zu Technologie ist hierzulande immer noch sehr erschwinglich – die deutsche Hauptstadt schafft es hier global den dritten Rang. Und die Marktchancen sind besonders gut: Berlin landet bei diesem Punkt auf Platz 8. München belegt den 13. Rang in der Kategorie „Kultur“, zu der unter anderem auch die Sicherheitslage in der jeweiligen Stadt zählt.

Schlecht schneidet die bayrische Landeshauptstadt jedoch beim Zugang zu Kapital ab: Hier reicht es nur für Platz 42 unter den 50 untersuchten Start-up-Hotspots weltweit. Über einen erschwerten Zugang zu Krediten und Finanzierungen hatten sich hierzulande bereits im vergangenen Jahr Gründerinnen negativ geäußert.