Pascal Ludwig, Gründer von swoopstr (Tinder fürs Tauschen)

Welches Buch hat dich bei deiner unternehmerischen Karriere am meisten inspiriert und warum?

Inspiriert hat mich insbesondere die Autobiografie ‘Losing My Virginity’ von Richard Branson. Hier wird sehr spannend beschrieben, wie mit der richtigen Einstellung und eisernem Durchhaltevermögen trotz aller Wahrscheinlichkeiten ein erfolgreiches Unternehmen aufgebaut werden kann. Sehr empfehlen kann ich auch “Rework” von Jason Fried und David Hansson, welches typische Geschäftspraktiken kritisch hinterfragt und im Kern dazu anregt, notwendige Planungen auf ein Minimum zu reduzieren, um produktiver zu sein.

Was war dein größter Fehler und wie hast du daraus gelernt?

Für ein junges Startup mit begrenztem Budget ist jedes unbekanntes Szenario eine potenzielle Fehlerquelle. Mein größter Fehler war es, der Auswirkung von (insbesondere finanziellen) Entscheidungen zu viel Gewicht beizumessen. Ich habe gelernt, dass schnelle Entscheidungen und damit verbundene Fehler gut und wichtig sind und dabei helfen, die Wirksamkeit von Maßnahmen besser einschätzen zu können, um letztlich produktiver und erfolgreicher zu sein.

Wer ist dein größtes Vorbild?

Sowohl menschlich als auch unternehmerisch bewundere ich insbesondere Richard Branson und Bill Gates. Branson und Gates sind absolute Visionäre und großartige Unternehmer, die sich gleichzeitig in etlichen Initiativen engagieren, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

Welche Erfahrung hast du als Unternehmer gemacht, von der du gerne schon vorher gewusst hättest?

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es sehr hilfreich ist, mit so vielen Personen wie möglich über das eigene Produkt zu sprechen. Feedback hilft ungemein und eröffnet den Blick aus verschiedenen Blickwinkeln. Salopp gesagt kann selbst die eigene Oma dabei helfen, neue Lösungsansätze und Optimierungspotenzial ausfindig zu machen. Als Unternehmer brennt man für die eigene Vision und das ist auch gut so.

Ich habe gelernt, dass es sehr sinnvoll ist, das eigene Produkt inklusive geplanter Features regelmäßig einem Realitätscheck zu unterziehen, bevor beispielsweise Updates veröffentlicht werden. Wir haben zum Beispiel festgestellt, dass das direkte Feedback während der Entwicklungsphase teilweise deutlich von dem eigentlichen Nutzerverhalten des finalen Produkts abgewichen ist. Das permanente Einholen von Feedback hat uns enorm dabei geholfen, die User-Experience deutlich zu verbessern.