Die erfolgreichsten Teilnehmer an Gründerwettbewerben setzen überwiegend auf Geschäftskunden, zeigt eine Studie. 2018 steht für viele die Kapitalsuche an.

2017 war ein erfolgreiches Jahr für bayerische Start-ups – wenn man dem Ranking eines Gründerportals glaubt. 13 der 50 meistausgezeichnten Jungunternehmen, die im vergangenen Jahr an Wettbewerben für die Start-up-Szene teilgenommen haben, kommen aus Bayern, die meisten davon wiederum aus München. Nordrhein-Westfalen und Berlin teilen sich Platz zwei mit je sieben Start-ups.

Das Portal Für-Gründer.de hatte für das in dieser Woche veröffentlichte Ranking alle Start-ups untersucht, die im vergangenen Jahr bei insgesamt 176 Gründerwettbewerben ausgezeichnet wurden. Diese 752 Unternehmen erhielten dann Punkte – je bedeutender ein Wettbewerb war, je mehr Teilnehmer es gab oder je höher das Preisgeld war, desto mehr Punkte gab es für einen Platz. Dabei berücksichtigte das Portal sowohl regionale als auch überregionale Wettbewerbe.

Wachstum fest eingeplant

Die 50 Start-ups mit den meisten Punkten standen zudem in einer Umfrage Rede und Antwort. Dabei stellte sich heraus: 86 Prozent der gelisteten Unternehmen setzen auf ein B2B-Geschäftsmodell. Eine mögliche Erklärung: Der Kontakt zu Geschäftskunden findet häufig unter der Oberfläche statt, die Teilnahme an Wettbewerben kann daher auch wichtige Öffentlichkeit mit sich bringen. Auch der aktuelle Sieger des Neumacher-Wettbewerbes, das rheinland-pfälzische Start-up Lime Medical, setzt auf einen solchen Geschäftszweig.

Nach eigenen Angaben haben die 50 gelisteten Start-ups gemeinsam bereits 500 Arbeitsplätze geschaffen – und 2018 soll es so weitergehen: Drei Viertel der Unternehmen planen für dieses Jahr eine Finanzierungsrunde, die meisten wollen dabei eine niedrige Millionensumme aufnehmen.