Über die Plattform können Privatleute in Solar- und Windkraftanlagen investieren. Das Start-up erhofft sich von der Partnerschaft eine größere Reichweite.

Geldgeber bekommen „Wattpapiere“ – so nennt die Plattform greenXmoney die Verträge, die sie zwischen Privatleuten und Betreibern erneuerbarer Energieanlagen vermittelt. Die Idee: Privatleute, die selbst keinen Platz für eine Solar- oder Windanlage haben, unterstützten andere Betreiber mit einer Einmalzahlung. Dafür sichern sie sich Teil der zukünftigen Erträge aus der Stromerzeugung. Gegründet im Januar 2014 von Murat Sahin und Torsten Blumenthal, hat das Start-up mit E.ON einen reichweitenstarken Partner gewonnen.

Das Angebot von greenXmoney ist nun auch über die E.ON-Seiten zu finden, gab der Energiekonzern heute bekannt. Das Start-up selbst hatte die Partnerschaft bereits im März bekannt gemacht. Es habe sich gezeigt, „dass wir bisher nicht die Reichweite erzielen konnten, die es erlaubt, auch sehr große Projekte über die Plattform umzusetzen“, schrieb Projektmanager Stephan Eger damals. Neu ist die Information, dass E.ON auch eine Beteiligung an dem Start-up in Höhe von 25,1 Prozent erworben hat.

Größere Projekte geplant

E.ON weist darauf hin, dass sich greenXmoney von anderen Crowdfunding-Modellen unterscheidet – und deswegen weniger riskant sein soll. Denn die Investoren beteiligen sich weder direkt noch mit nachrangigen Darlehen den erneuerbare Energieanlagen. Juristisch handelt es sich bei den „Wattpapieren“ vielmehr um sogenannte Forderungskaufverträge. Diese sind auch handelbar. Die Betreiber bleiben Eigentümer ihrer Anlagen.

Eger schreibt in seinem Beitrag, dass bisher für 22 von 24 gestarteten Projekte die gewünschte Zahl an Investoren erreicht wurde. Durch die Zusammenarbeit mit E.ON sei es nun möglich, Angebote im Bereich von Millionen Euro einzustellen.