19 Millionen Euro erhält das Münchner Rabatt-Start-up Global Savings Group. Die Investoren um Rocket Internet unterstützen damit eine Erweiterung des Angebots.

Die Schnäppchenjadg geht weiter: In einer Series-C-Finanzierungsrunde hat das Münchner Start-up Global Savings Group (GSG) 19 Millionen Euro eingesammelt. Die Summe teilt sich in einen Kredit der Deutschen Bank in Höhe von 9 Millionen Euro sowie eine Eigenkapitalfinanzierung von 10,2 Millionen Euro. Zu den Investoren um Start-up-Schmiede Rocket Internet zählen die Risikokapitalgesellschaften Holtzbrinck Ventures, Deutsche Telekom Venture Funds und die russische Investmentfirma ru-Net.

Die GSG verdient ihr Geld mit Rabattaktionen. Dafür betreibt das Start-up Online-Plattformen wie Savly oder Serial Dealer, wo Nutzer Sparangebote etwa zu Kleidung, Elektronik oder Kosmetik finden. Für jeden Kauf, den ein Nutzer über die Rabattplattform abschließt, erhält die GSG eine Provision. Die Firma arbeitet nach eigenen Angaben mit 20.000 Shops und Marken zusammen, ist in 23 Ländern weltweit aktiv und beschäftigt mehr als 300 Mitarbeiter. 2016 hat sie sich von Cuponation in GSG umbenannt.

Neue Geschäftsbereiche im Visier

Mit den neuen Mitteln will das Unternehmen weiter wachsen und sich nach Übernahmemöglichkeiten umsehen. Außerdem nehme die 2012 gegründete Firma verstärkt Medienhäuser und Verleger als mögliche Kunden ins Visier. Derzeit bestehen bereits Kooperationen mit Medien wie Spiegel Online, Daily Mail, Le Monde und El País. Auch außerhalb des Gutschein-Geschäfts sehen die Münchner Potenzial für ihr Geschäft, etwa bei Schnäppchenreisen.

Nach eigenen Angaben macht das Rabattportal Gewinn und befindet sich auf einem starken Wachstumskurs. Jedoch bestehen zumindest in Bezug auf eine Tochterfirma Zweifel an der finanziellen Stabilität. So geht aus Recherchen von „Gründerszene“ hervor, dass in der Bilanz der Tochtergesellschaft CupoNation GmbH ein nicht gedeckter Fehlbetrag von knapp 16 Millionen Euro steht, was auf eine bilanzielle Schieflage hindeutet.

Zur finanziellen Situation der Tochtergesellschaft hat das Start-up eine offizielle Stellungnahme veröffentlicht: „Es ist korrekt, dass eine unserer Tochtergesellschaften, CupoNation GmbH, im Jahr 2016 einen Umsatz von rund 8,55 Millionen Euro ausweist. Allerdings spiegelt das nicht das Ergebnis der GSG – der Gruppe – wider, sondern nur einen Bruchteil und nur eine ausgewählte Beteiligung. Die GSG unterhält Aktivitäten in über 20 Märkten. Unsere 8 operativen Gesellschaften haben eine eigene Bilanz, welche nicht in der recherchierten und im Text angegebenen CupoNation GmbH konsolidiert sind.“