„Vernetzte Mobilität“ ist auch für die Autohersteller ein großes Schlagwort. Erste Fahrzeugmodelle mit eingebauter Carsharing-Funktion sind schon auf dem Markt. Wird eine Lösung wie Getaway auf Dauer nicht überflüssig?
Überflüssig wird auf Dauer die Nachrüstung über Onboard-Units. Wenn Autos künftig schon mit Kommunikationseinheiten ausgerüstet sind, ist uns das auch Recht.

Aber öffnen die Hersteller ihre Hardware für Drittanbieter?
Wir führen gute Gespräche mit Autoherstellern in Deutschland. Mein Eindruck ist: Die Branche strebt gerade stark nach Partnerschaften. Im Solarauto Sion, das das Start-up Sono Motors im Ende des kommenden Jahres auf den Markt bringt, wird Getaway ab Werk verfügbar sein.

Was sind die konkreten nächsten Schritte für Getaway?
Unser Fokus liegt darauf, nach und nach den Fuhrpark aufzubauen. Einen festen Launch-Plan gibt es dabei nicht. Die Anmelde-Dichte aus einzelnen Nachbarschaften bestimmt, wo wir als nächstes starten. Mittel- und langfristig gibt es viele Ideen, die wir noch umsetzen wollen. Ich denke da vor allem an Dienstleistungen, die Autobesitzern Arbeit abnehmen. 

Und wie lautet das Fernziel?
Wir wollen dazu beitragen, den Fahrzeugbestand drastisch zu senken. Stehende Autos blockieren knappe Flächen in der Stadt und sind auch für die Besitzer ineffizient. Durch konsequentes Carsharing könnte man die Zahl der zugelassenen Pkws in Deutschland von 45 auf fünf Millionen reduzieren – ohne dass jemand auf Mobilität verzichten muss.