Die Beteiligungsgesellschaft German Start-ups Group investiert verstärkt in Gründungen im Finanzbereich. Damit will man Banken „das Geschäft streitig“ machen.

Die German-Start-ups Group legt derzeit einen Fokus auf den Finanzsektor. Im vergangenen halben Jahr investierte die Beteiligungsgesellschaft in fünf Neugründungen, drei davon kamen aus dem FinTech-Bereich. FinTech steht für Financial Technology.

Christoph Gerlinger, der Chef des nach eigener Aussage zweitgrößten Kapitalgebers in Deutschland, hofft darauf, dass die Start-ups „herkömmlichen Finanzdienstleistern das Geschäft streitig machen, allen voran den Banken“. Die German Start-ups Group hat unter anderem in Savedo investiert, ein Unternehmen, das bei der Geldanlage im Ausland hilft.

Zudem will sich die Beteiligungsgesellschaft an CRX Markets beteiligen. Das Start-up bietet Lieferanten die Möglichkeit, ihre Forderungen an Investoren weiterzuverkaufen. Dadurch sollen die Lieferanten, so der Plan, früher an ihr Geld kommen.

Investitionen in FinTech verdreifacht

Allein 2014 haben FinTech-Start-ups einer Auswertung von United Ventures zufolge 2,8 Milliarden Dollar an Investitionen eingesammelt. Das ist das Dreifache des Wertes, der noch 2008 investiert wurde, heißt es von der italienischen Beteiligungsgesellschaft. Als Hauptmarkt gelten zwar immer noch die USA und Großbritannien, doch auch Deutschland gilt als Schlüsselland für Investitionen in Finanzfirmen.

Die German Start-ups Group investierte neben den drei Finanz-Start-ups zudem in die Firmen DemoUp und Remerge. Nach eigenen Angaben kommt sie auf fast 40 aktive Beteiligungen. Das Unternehmen ist seit etwa zweieinhalb Jahren aktiv.