Das Technologie-Start-up GermanRepRap erhält ein Investment in siebenstelliger Höhe. Mit dem Geld soll die Entwicklung neuer Produkte vorangetrieben werden.

Die BayBG Bayerische Beteiligungsgesellschaft hat sich im Rahmen einer Gesamtfinanzierungsrunde in siebenstelliger Höhe als Minderheitsgesellschafter bei der German RepRap GmbH engagiert. Das frische Kapital soll in die Entwicklung neuer Produkte fließen, so GermanRepRap-Gründer und Geschäftsführer Florian Bautz gegenüber WirtschaftsWoche Gründer.

Das 2010 gegründete bayerische Start-up entwickelt und vertreibt weltweit Geräte für den professionellen Einsatz im B2B-Bereich und in Forschungseinrichtungen.

Anwendungen in der Medizintechnik

Mit seinem 3D-Druckverfahren ermöglicht es Anwendungen in der Industrie, z. B. in der Medizintechnik oder im Automobil- und Maschinenbau. Mit eigens entwickelten Druckmaterialien können mit der sogenannten Liquid Additive Manufacturing-Technologie (LAM) besonders große, komplexe und belastbare Werkstücke hergestellt werden.

„Unsere B2B-Kunden schätzen es sehr, dass 3D-Drucker von German RepRap einen „Open Source“-Ansatz bieten. Es ist möglich, eigene individuelle Prozesse zu definieren, das Material zu wechseln, die Temperatur oder die Geschwindigkeit anzupassen. Das hebt sie entscheidend von den, meist geschlossenen, Systemen des Wettbewerbs ab“, erklärt Florian Bautz das große Interesse am Markt nach seinen 3D-Druckern.

Zügige Markterschließung geplant

„Die BayBG hat in German RepRap investiert, weil wir dem Unternehmen schnelleres Wachstum durch zügige Markterschließung ermöglichen wollen“, so Lukas Biberacher, Investmentmanager der BayBG.

Die BayBG ist einer der größten Beteiligungskapitalgeber für den Mittelstand und eigenen Angaben zufolge aktuell bei rund 500 Unternehmen mit mehr als 300 Millionen Euro engagiert. Mit ihren Venture Capital-Investments und Beteiligungen ermöglicht die BayBG mittelständischen Unternehmen die Umsetzung von Innovations- und Wachstumsvorhaben, die Regelung eines Gesellschafterwechsels oder der Unternehmensnachfolge, die Optimierung der Kapitalstruktur sowie die Umsetzung von Turnaround-Projekten.