Das Berliner Start-up hat seine Series-B-Finanzierungsrunde abgeschlossen. Zu den Kapitalgebern gehört die Brauereigruppe Radeberger.

Statt mit einem Notizblock schwärmen Kellner in immer mehr Restaurants mit dem Smartphone aus, der Bon wird per Tablet erstellt: Die Digitalisierung in Gastronomiebetrieben ist in vollem Gange – und lässt die Kassen von Softwareanbietern wie Gastrofix klingeln. Kein halbes Jahr nachdem das Berliner Start-up acht Millionen Euro Wachstumskapital eingesammelt hat, haben die Geldgeber ihr Investment aufgestockt. Die nun abgeschlossene Finanzierungsrunde hat ein Volumen von insgesamt 15 Millionen Euro.

Ankerinvestoren sind der niederländische Wachstumskaptalgeber Endeit Capital und die Brauergruppe Radeberger. „Gastrofix hat uns mit seinem Konzept und seiner Wachstumsstrategie überzeugt“, sagt Niels Lorenz, Sprecher der Geschäftsführung der Radeberger-Gruppe. „In der Gastronomie wird zukünftig das Unternehmen Erfolg haben, das dem Betreiber das relevanteste Lösungspaket anbietet.“

12.000 Lizenzen verkauft

Gastrofix positioniert sich auf dem Wachstumsmarkt als Komplettanbieter. Neben dem eigentlichen Kassensystem beherrscht das cloudbasierte System weitere Funktionen. So können Restaurants Tischpläne hinterlegen und Daten detailliert auswerten – etwa nach Umsätzen einzelner Mitarbeiter. Auch ein Zeiterfassungssystem gibt es. Außer an Restaurants und Cafés richtet sich die Software an Hotels und Handelsunternehmen wie Bäckereien.

Nach eigenen Angaben hat das Start-up seit der Gründung 2012 über 12.000 Kassenlizenzen in Europa verkauft. Gastrofix beschäftigt über 100 Mitarbeiter und ist in sieben Ländern vertreten. Die neue Finanzspritze soll bei der weiteren Expansion helfen.

Zu den größten Konkurrenten gehört Orderbird. Das 2011 gegründete Start-up hatte im vergangenen Jahr 20 Millionen Euro eingeworben, zu den Investoren gehört die Metro-Gruppe. Es beschäftigt 140 Mitarbeiter und wirbt damit, mehr als 8.000 Kunden zu haben. Ein weiterer Anbieter ist Inventorum – allerdings legen die Gründer dort ihren Fokus auf den Einzelhandel.