Friendsurance macht Policen durch Gruppentarife billiger. Nun investiert der reichste Mann Asiens 15 Millionen Dollar.

Viele Kunden nehmen ihre Versicherung nie in Anspruch. Solche Versicherten will das Berliner Start-up Friendsurance belohnen, das als Makler agiert und von Provisionen lebt. Dazu werden Policen für Gruppen abgeschlossen. Wer mitmacht, akzeptiert im Schadenfall eine höhere Selbstbeteiligung. Dafür wird die Versicherung günstiger. Die gesparten Beiträge kommen in einen Topf. Aus dem werden die Kosten für den höheren Selbstbehalt bei Schäden getragen. Was übrig bleibt, wird am Jahresende für Kunden, die keine Schäden gemeldet haben, als Bonus ausgeschüttet. Bisher bekamen 80 Prozent der Kunden den Bonus und so bis zu 40 Prozent ihrer Beiträge zurück. 75.000 neue Kunden hat Friendsurance im Vorjahr gewonnen. Li Ka-Shing, der reichste Mann Asiens, investiert jetzt 15,3 Millionen Dollar. Damit will Friendsurance das Modell auch ins Ausland bringen. „Erstes Expansionsziel ist Australien“, sagt Mitgründer Sebastian Herfurth.