Das Energie-Start-up erhält eine Million Euro vom Bund. Damit sollen mehr Erfahrungen rund um mögliche Energieeinsparungen in Haushalten gesammelt werden. Auch andere Start-ups profitierten bereits.

Erst vor wenigen Monaten war Fresh Energy ans Netz gegangen: Als digitaler Energieversorger mit reichlich Anschub aus dem RWE-Konzern war das Start-up im März gestartet.  Zu den drei Millionen Euro Anschubfinanzierung kommt jetzt eine Million Euro aus anderen Töpfen: Fresh Energy erhält nach eigenen Angaben diese Summe aus einem staatlichen Förderprogramm, mit dem Energieeinsparungen populärer gemacht werden sollen. „Unser Ziel ist es nun, mit dem Fördergeld konkrete Einspar-Features zu entwickeln, die den Kunden das Stromsparen noch einfacher machen werden“, sagt Christian Bogatu, Mitgründer von Fresh Energy, „das entlastet am Ende nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt“.

Das Geld stammt aus dem Programm „Einsparzähler“, das vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gestemmt wird. Mit der Förderung sollen Firmen unterstützt werden, die intelligente Stromzähler, sogenannte Smart Meter, an Verbraucher ausliefern – oft kombiniert mit Software, die neben dem Verbrauch auch Einsparungen für Haushalte aufzeigt. Fresh Energy, deren 13 Mitarbeiter seit März an dem Projekt arbeiten, stattet Kunden mit einem kostenlosen Smart Meter und einer App aus.

Neue Ideen für den Energiemarkt

Von dem Förderprogramm, welches im Sommer 2016 gestartet wurde und das noch bis Mitte des kommenden Jahres läuft, konnten auch andere junge Tech-Unternehmen bereits profitieren. Im Februar erhielt etwa der Aachener Smart-Meter-Spezialist Discovergy ebenfalls eine Million Euro. Damit sollten 6000 Haushalte mit den vernetzten Zähler ausgestattet werden. Das Ingolstädter Unternehmer Meistro erhielt im selben Zuge die selbe Summe und fokussierte auf Einsparungen bei kleinen und mittelständischen Unternehmen.

Rund um die Energiewende und die damit verbundene Digitalisierung des Energiemarktes positionieren sich zahlreiche Start-ups. Auch die traditionellen Energieversorger sind auf der Suche nach innovativen Idee für neue Produkte in dem immer noch stark regulierten Markt – mit Beteiligungen und Acceleratoren wollen sie von internen und externen Ideen profitieren.