Das Berliner Startup ZenGuard bietet ein Programm für den Internet-Browser an, mit dem das surfen sicherer wird und sich Blockaden umgehen lassen.

Wer sicherer surfen oder Internet-Sperren ausweichen will, ist bei Simon Specka (rechts) und Markus Hänel richtig. Die Gründer des Berliner Startups ZenGuard bieten ein kleines Programm für den Internet-Browser: Zenmate. Damit kann der Nutzer einem Computer einen anderen Standort zuweisen und so lokale Blockaden von bestimmten Internet-Diensten umgehen. Während der Gezi-Proteste in der Türkei registrierten sich an einem Wochenende 180.000 Nutzer, damit sie trotz staatlicher Hürden weiterhin auf Twitter und Co. zugreifen konnten.

Deutsche Nutzer können mit Zenmate nicht nur YouTube-Videos schauen, die wegen des Streits mit der Urheberrechte-Gesellschaft Gema gesperrt sind. „Wenn man im Hotel oder am Flughafen ins Internet geht, können die Daten leicht mitgelesen werden“, sagt Specka. Auch davor schütze sein Produkt. Derzeit melden sich täglich bis zu 25.000 neue Nutzer an.

Dabei hat ZenGuard starke Konkurrenz durch andere Anbieter von sogenannten VPN-Verbindungen wie HideMyAss oder Tunnelbear. „Doch wir sind einfacher zu installieren, und die Geschwindigkeit ist höher als bei den meisten anderen“, behauptet Specka. Geld verdient er mit den kostenpflichtigen Mobilversionen. Zum Jahreswechsel will er auch für die Browserversion kostenpflichtige Zusatzfunktionen einführen.