Die Bundeskanzlerin hat sich mit Gründern getroffen. Organisatorin Franziska von Hardenberg sagt, was Start-ups erwarten.

Es war ein exklusives Treffen, das die Bloomy-Days-Gründerin Franziska von Hardenberg und Tom Kirschbaum, Gründer der Mobilitäts-App Door2Door, gestern Abend veranstaltete. Im Berliner Tanzlokal „Clärchens Ballhaus“ traf sich Bundeskanzlerin Angela Merkel mit bekannten Gründern und Investoren wie Verena Pausder (Fox and Sheep), Hubertus Bessau (My Müsli), Anna Alex (Outfittery), Philip Siefer (Einhorn), Lea-Sophie Cramer (Amorelie), Delia Fischer (Westwing), Florian Heinemann (Project A) oder Christophe Maire (Atlantic Labs). 

Pressevertreter waren beim „Salon Privé“ bewusst nicht zugelassen und selbst im öffentlichen Terminkalender der Kanzlerin war die Veranstaltung nicht eingetragen. Im Interview erzählt Organisatorin Franziska von Hardenberg, was sie und die Gründer von der Bundesregierung erwarten: 

Was ist Ihr wichtigstes Anliegen an die Kanzlerin? 

Es ging gestern nicht um einen konkreten Punkt, sondern darum, eine Basis zu schaffen, damit sich die Politik und die Digitalszene auch künftig besser austauschen können.

Aber das passiert doch schon regelmäßig beim IT-Gipfel oder auf der CeBIT? 

Ja, das sind aber keine Start-up-Veranstaltungen. Wir wollen daher eine Plattform schaffen, auf der sich Politik und die digitale Gründerszene austauschen können. 

Wird es jetzt also monatliche Salon-Abende geben?  

Nein. Das Format soll zwar fortgeführt werden, aber eher jährlich. Doch die Türen für den Dialog sind geöffnet und wir wollen nächste Woche besprechen, wie der Austausch künftig weitergeführt wird. Ich denke, das könnte beispielsweise in Richtung eines digitalen Beirats geben.

Solch einen Beirat mit Gründern gibt es doch im Wirtschaftsministerium schon. 

Ja, der Beirat macht auch eine gute Arbeit, ich war dort selbst Mitglied. Doch für die Förderung von Unternehmertum muss noch mehr getan werden. Wir haben zum Ziel, dass das Thema Digitalwirtschaft Chefsache wird. Und wenn so ein Beirat eine Etage höher etabliert würde, könnte das sicher nicht schaden.