Entstanden ist die Idee im vergangenen Jahr in München, wo Küster hobbymäßig selbst boxt. Gemeinsam mit Birgit Ströbel, Mitgründerin von ImmobilienScouit24 und Holidayinsider, entwickelten sie das Konzept und starteten den ersten Fight Club. Seither finden die Veranstaltungen regelmäßig statt, normalerweise in echten Box-Gyms. „Die Atmosphäre dort ist natürlich nochmal besonders“, sagt Küster. Doch auch ohne Schweißgeruch und echte Boxkämpfe in den Pausen sind die Fight-Club-Pitches ein Erlebnis. Auf der CeBIT stehen sich bis zur Endrunde am Freitag in der Start-up-Halle Scale 11 insgesamt 12 Gründer gegenüber.

Ausgerechnet beim Tagesfinale schwächeln die Kämpfer jedoch. Brand steht Matthias Raisch von Taxbutler gegenüber, der sich im ersten Match des Tages durchgesetzt hatte. Der Gründer verspricht „die einfachste und günstigste Online-Steuererklärung”. Nutzer sollen dem schwäbischen Start-up ihre Unterlagen schicken, das digitalisiert die Belege und bereitet sie mit einer speziellen Software soweit auf, dass die Steuererklärung im Prinzip vorausgefüllt ist. Den Service gibt es ab 27 Euro, zudem bietet Taxbutler seine Software auch Steuerberatern an.

Founders Fight Club

Founders Fight Club auf der CeBIT

Doch da die Jury diesmal international besetzt ist, müssen die Gründer auf Englisch gegeneinander antreten. Dass sie sich nicht in ihrer Muttersprache battlen, merkt man dem Schlagabtausch leider an. Und so sind in diesem Fall die Fragen der Jury deutlich härter.

Sinn Power hat zwar ein Teilmodul seines Wellenkraftwerks in Kreta getestet, jedoch noch nicht in schwimmender Form. Das Start-up sucht derzeit nach 3,5 Millionen Euro. Die Frage, was sie eigentlich besser machen, als andere Wellenkraftwerksprojekte ignoriert Brand. Sonst kontert sie sehr souverän. Für den Tagessieg reicht es aber trotzdem nicht. „Deine Performance war wieder gut”, bescheinigt die Jury der Gründerin. „Doch wir haben überlegt, wo wir unser Geld investieren würden und da sehen wir bei Taxbutler die besseren Chancen.”