Das Start-up aus München entwickelt moderne Sensoren. Ein neuer Ankerinvestor stammt aus der Branche, in der das Jungunternehmen global punkten will.

„Wir befinden uns mitten in der Energiewende – aber das Tempo und das Ausmaß sind noch ungewiss“, sagte Eirik Wærness, Chefökonom des norwegischen Energiekonzerns Equinor, vor wenigen Tagen. Jetzt hat der Großkonzern ein Investment in eine Zukunftsbranche getätigt: Equinor ist Ankerinvestor in einer 8,2 Millionen Euro schweren Finanzierungsrunde des deutschen Start-ups Fos4X.

Die Münchener, die 2010 als Ausgründung der TU München entstanden sind, haben sich auf Messtechnik spezialisiert. Dabei setzen sie auf das hochtechnologische Faser-Bragg-Gitter, bei dem es um die unterschiedliche Reflektion von Lichtwellen verschiedener Frequenzen geht. Die so arbeitenden Sensoren werden nach Angaben des Start-ups unter anderem in Windenergieanlagen verwendet.

Das frische Kapital der Wachstumsfinanzierung soll nun dazu dienen, die globale Windenergiebranche zu bearbeiten. Zudem plant Fos4X, die Sensordaten auf einer Plattform zusammenzuführen und so weitere digitale Analysen und Auswertungen zu vermarkten. Aktuell sind nach eigenen Angaben mehr als 3200 Sensoren im Betrieb.

Neben Equinor haben zahlreiche Altinvestoren ihre Beteiligung in das Start-up erhöht. Dazu gehöhen etwa der High-Tech Gründerfonds, Unternehmertum Venture Capital Partners, der österreichische Risikokapitalgeber Falk Strascheg Holding sowie Bayern Kapital. „Mit dem neuen Kapital werden wir das starke Wachstum und den Ausbau des Produktportfolios finanzieren“, sagt Roman Huber, Geschäftsführer von Bayern Kapital.