Die Regierung in Österreich hat ein Förderprogramm für Gründer beschlossen. Mehr Geld und weniger Bürokratie ist die Devise. Zudem wird ein Start-up-Visum eingeführt.

Österreich sorgte zuletzt vor allem durch die Neuwahl des Präsidenten für Schlagzeilen. Doch die Regierung bemüht sich, auch etwas für die Wirtschaft zu tun. So hat sie gerade ein Förderprogramm für Start-ups mit einem Volumen von 185 Millionen Euro über drei Jahre beschlossen. Der Finanzminister hofft, dass so 1000 neue Start-ups entstehen.

Zu dem Programm gehören eine Reihe von Maßnahmen. So werden für ersten drei Mitarbeiter in den ersten drei Jahren die Lohnnebenkosten teilweise gestundet – darauf entfällt mit 100 Millionen Euro der größte Teil.

Zudem werden die Mittel für bestehende Fonds und Programme zur Frühphasenfinanzierung aufgestockt. Auch Unternehmensgründungen aus Universitäten sollen verstärkt gefördert werden.

Zudem gibt es künftig ein Start-up-Visum. Dabei wird die so genannte Rot-Weiß-Rot-Karte für Jungunternehmen geöffnet. Antragsteller erhalten  eine Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung für selbständige Tätigkeit für ein Jahr, mit der Option auf Verlängerung für ein weiteres Jahr.

Auch die Bürokratie soll sinken. Mit einem digitalen One-Stop-Shop für Start-ups soll der Gründungsprozess schneller und billiger werden. Der Gründer kann die nötigen Daten online über das Unternehmensserviceportal eingeben und soll sich durch die Vernetzung von Behörden und Registern mehrere Behördenwege ersparen.