Softwareunterstützung für einen rechtssicheren Drohnen-Start: Daran bastelt Flynex. Jetzt schließt das Start-up eine siebenstellige Finanzierungsrunde ab.

Sich selbst verortet das Ende 2015 gegündete Unternehmen als „DroneTech”-Firma: Die aktuell neun Mitarbeiter an den Standorten Leipzig und Hamburg arbeiten an Softwarelösungen, mit denen Unternehmen Drohnenflüge unproblematisch und automatisiert bei den zuständigen Behörden anmelden können. Der Technologiegründerfonds Sachsen und der High-Tech Gründerfonds (HTGF) investieren jetzt eine siebenstellige Summe in das Unternehmen.

Das neue Geld soll dafür genutzt werden, um die Markteinführung der Software voranzutreiben. Das Potenzial, aus der Vereinfachung der bürokratischen Abläufe beim Drohnen-Start ein Geschäft zu machen, kam den vier Gründern nach eigenen Angaben durch ihre Erfahrungen beim Militär. „Unbemannte Luftfahrtsysteme bieten ein unglaublich großes Wachstumspotential für alle Branchen“, sagt Co-Gründer und Geschäftsführer Andreas Dunsch. „Wir mussten jedoch feststellen, dass Unternehmen im Zivilen bisher kaum über Kenntnisse verfügen, dieses Potential auch für sich zu nutzen.”

Drohnen im Aufwind

Die Investoren glauben an eine Erfolgsgeschichte. Die aktuellen Zuwächse bestätigen das: Zählte die Deutsche Flugsicherung im vergangenen Jahr 400.000 verkaufte Drohnen in Deutschland, so sollen in diesem Jahr noch einmal 600.000 dazukommen. Die Gesetzgebung entwickelt sich langsam: Seit Anfang des Jahres müssen Drohnenpiloten ab einem bestimmter Fluggerät-Größe bestimmte Kenntnisse nachweisen und einige Drohnen gekennzeichnet werden.

Aus Deutschland stammen zahlreiche Unternehmen rund um den stetig wachsenden Markt mit den kleinen unbemannten Flugobjekten. Das in Kassel gegründete Start-up Dedrone hat sich etwa auf die Abwehr von Drohnen spezialisiert und dabei bereits zahlreiche Kunden aus der öffentlichen Hand und bei Veranstaltern gefunden – zuletzt sicherte die Technik der Firma etwa die Volleyball-WM in Wien ab. Das bayrische Start-up Quantum Systems entwickelt Drohnen für den industriellen Einsatz. Das Start-up Ascending Technologies wurde bereits Anfang 2016 vom Tech-Konzern Intel übernommen.