Die Technologie von fluidOps soll helfen, Datensilos in Cloud-Umgebungen zu überbrücken. Die 50 Mitarbeiter des Start-ups werden übernommen.

In Unternehmen liegen Daten oft weit verteilt auf lokalen Speichern – etwa bei großen Cloud-Anbietern wie Amazon Web Services oder in privaten Cloud-Umgebungen. Das im Silicon Valley ansässige Technologieunternehmen Veritas will seinen Kunden helfen, den Überblick zu bewahren – und die verschiedenen Speichermöglichkeiten zu optimieren. Dabei kommt künftig auch Technologie eines deutschen Start-ups zum Einsatz: Wie Veritas kürzlich bekanntgab, hat das Unternehmen fluidOps aus Walldorf übernommen. Zum Kaufpreis machten die Firmen keine Angaben.

„Veritas wurde durch Empfehlungen auf unser Start-up und unsere Technologie aufmerksam gemacht“, sagte fluidOps-Mitgründer Andreas Eberhart WirtschaftsWoche Gründer. Sein Unternehmen habe zur Zeit der Akquisition knapp 50 Mitarbeiter beschäftigt, diese seien von Veritas übernommen worden. Gegründet worden war fluidOps vor zehn Jahren.

Automatisierung durch künstliche Intelligenz

Als eigenständige Marke wird fluidOps nicht weitergeführt – stattdessen will Veritas die Technologie in eigene Produkte integrieren. „Unsere Technologie nutzt künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen, um Datenmanagementprozesse zu automatisieren und zu beschleunigen“, so Eberhart. Für Nutzer würden so Informationen sichtbar, die Firmen auf bis dahin völlig isolierten Datensilos abgelegt haben.

Veritas beschäftigt mehr als 7000 Mitarbeiter und ist in über 35 Ländern aktiv. Der Jahresumsatz lag zuletzt bei über zwei Milliarden US-Dollar. Eigenen Angaben zufolge zählen 86 Prozent der Fortune-500-Unternehmen zu den Kunden. Veritas beansprucht für sich, den Kunden dabei zu helfen, das Potenzial ihrer digitalen Informationen zu heben. Die Akquisition stärke diese „360-Data-Management-Strategie“, so Mike Palmer, Executive Vice President des Unternehmens.

Zuletzt hatte ein weiteres Walldorfer Start-up mit Fokus auf Cloud-Technologien auf sich aufmerksam gemacht: Treasury Intelligence Solutions (TIS) hatte sich im November eine Finanzierung über 12 Millionen US-Dollar gesichert. Das Fintech regelt über eine Plattform den grenzübergreifenden Zahlungsverkehr für Firmen und ermöglicht es, die Geldströme zu analysieren.