Ende Mai war das Münchner Unternehmen in den USA an den Start gegangen – zunächst in Kalifornien, Nevada und Arizona. Nun gilt New York als das nächste Ziel.

Für die Verkündung der Expansion hatte sich André Schwämmlein einen besonderen Ort ausgesucht: Am 15. Mai gab der Gründer und Geschäftsführer des Münchner Unternehmens Flixbus  in Hollywood bekannt, dass man gemeinsam mit US-Buspartnern ein Fernbusnetz  durch Kalifornien, Arizona und Nevada spinnen wolle, um bis zu neun Mal täglich Ziele wie LA, Las Vegas, Phoenix, Tucson oder San Diego zu erreichen.

Von einer „Busrevolution“ war anschließend in einer Pressemitteilung die Rede. Jetzt will das Start-up sein „Erfolgsmodell made in Germany”, wie man es selbst bezeichnet, weiter ausbauen: Fünf Jahre nach dem Start in Deutschland sollen in Amerika nun auch New York City und Texas angefahren werden, später auch Chicago, Florida und der Nordwesten der USA. Man wolle den berühmten Greyhounds Konkurrenz machen. Das sagte André Schwämmein in einem Interview mit Bloomberg, über das Welt Online zuerst berichtete.

2013 war das von André Schwämmlein, Jochen Engert und Daniel Krauss gegründete Start-up zunächst in Bayern an den Start gegangen – damals noch unter dem Namen GoBus – um nach dem Fall des Bahnmonopols Strecken in ganz Deutschland und schließlich in ganz Europa anzufahren. Aktuell werden eigenen Angaben zufolge 2.000 Ziele in 28 Ländern bedient, darunter Frankreich, Italien, Spanien und Dänemark. 2017 sollen 40 Millionen Fahrgäste den Service von FlixBus genutzt haben.

FlixBus hat keine eigenen Busse, sondern kooperiert für die Fahrten mit rund 250 Busunternehmen, die Transportmittel und Fahrer stellen. FlixBus kümmert sich um das Erstellen der Fahrpläne, die Abwicklung der Buchungen und um das Marketing. Die Einnahmen werden geteilt, zwei Drittel bekommen die Busunternehmen, ein Drittel Flixbus.