Das Potsdamer Start-up Flightright übernimmt ab sofort den bisherigen Konkurrenten Flugrecht und erweitert ab diesem Sommer sein Geschäftsmodell.

Das aus Nürnberg stammende Verbraucherportal Flugrecht ist ab sofort Teil des Berliner Start-ups Flightright. Wie heute bekannt gegeben wurde, wurde der Vertrag bereits Ende März unterzeichnet. Die Kaufsumme blieb geheim.

Im Zuge der gemeinschaftlichen Weiterentwicklung der Marke Flugrecht wird deren jetziger Markenauftritt zunächst beibehalten werden. Die volle Übernahme der Prozesse von Flightright wird in circa zwei Jahren abgeschlossen sein. Kunden von Flugrecht sollen zukünftig das komplette Serviceangebot von Flightright nutzen können.

Engagement auf anderen juristischen Gebieten

Flightright erklärte außerdem die Gründung einer Tochtergesellschaft und die damit einhergehende Erweiterung seines Geschäftsmodells ab Sommer 2018. Mit der X-Right GmbH wolle man Rechtsdienstleistungen auch in einem anderen juristischen Gebiet anbieten. Genaueres wurde nicht bekannt.

Das 2010 gegründete Start-up Flightright, das der Fachgruppe Legaltech des Bundesverbandes Deutsche Startups (BVDS) angehört, ist ein Verbraucherportal für die Durchsetzung von Fluggastrechten und treibt bei Fluggesellschaften Schadensersatz für Passagiere ein, deren Flüge nicht pünktlich waren oder sogar annulliert wurden. Das Unternehmen beruft sich dabei auf die Fluggastrechte-Verordnung 261/2004 der Europäischen Union. Bis zu 600 Euro können Reisende einfordern – vorausgesetzt Start oder Landung erfolgten in einem EU-Land oder waren dort geplant. Eigenen Angaben zufolge hat Flighright bereits mehr als 150 Millionen Euro Entschädigung für seine Kunden durchgesetzt.