Der FinTech-Markt ist heiß umkämpft. Noch ist unklar, wer sich langfristig behaupten wird: Start-ups oder  Banken?Julian Heck hat da noch eine andere Idee.

Mittwoch ist Kolumnentag bei WirtschaftsWoche Gründer: Heute ist Julian Heck an der Reihe. Er ist Journalist und auf medienjournalistische und digitale Themen spezialisiert und beleuchtet für uns die boomende FinTech-Branche.

Der FinTech-Markt boomt, keine Frage. Besonders in Berlin und Frankfurt, aber auch Hamburg und anderen Städten gründen sich immer mehr Start-ups mit der Absicht, den Finanzsektor zu digitalisieren. Wie in allen anderen Branchen auch, ist das Potential dieser Startups generell hoch, denn auch die Finanzbranche entkommt der Digitalisierung nicht. Die große Frage ist bloß, wer ein Angebot kreieren kann, das nicht nur eines von vielen ist, sondern den Durchbruch schafft und in der breiten Masse in Anspruch genommen wird.

Große Probleme bei Banken und Start-ups

Banken haben inzwischen erkannt, dass sie diese Herausforderung nicht voll und ganz den jungen Wilden überlassen dürfen, sondern selbst mitwirken müssen. Denn wer jetzt nicht agiert, der verpasst möglicherweise bald den Anschluss ans digitale Zeitalter und damit die Chance, zu den ganz Großen in der FinTech-Branche zu gehören.

Das Problem: Die alten Strukturen in den großen Bankinstituten des Landes lassen es oft nicht zu, schnell und innovativ zu handeln. Die Lösung: Start-ups anheuern oder selbst Start-ups großziehen. All das ist Arbeit und kostet viel Zeit. Denn es ist schon schwierig genug, Bestandskunden von einem neuen Angebot zu überzeugen. Kunden komplett neu zu gewinnen ist allerdings nochmal schwerer.