Ein Start-up digitalisiert lästige Zettelberge: Per App werden Dokumente gescannt und die Originale in Kartons gesammelt.

Beim Versuch die Vision eines papierlosen Lebens umzusetzen sind schon einige gescheitert, das prominenteste Beispiel ist sicherlich Frank Thelen mit seiner digitalen Dokumentenverwaltung Doo. Vergangenen Monat gab dann die Tomorrow Focus Tochter Organize.me auf. Doch Marius Gerwinn lässt sich davon nicht abschrecken, im Gegenteil. Der Gründer des Start-ups Fileee baute schnell eine Importfunktuion, damit die bisherigen Nutzer von Organize.me all ihre digitalisierten Dokumente künftig bei Fileee weiter verwalten können.

Um Rechnungen, Verträge und anderen Papierkram zu digitalisieren und zu verwalten, bietet das Start-up Fileee eine App und eine Online-Ablage. Auf Wunsch scannt das Start-up auch ganze Ordner. 15 000 Nutzer haben die Lösung der Jungunternehmer bereits probiert. „Doch bei vielen Nutzern ist die Hemmschwelle groß, die Originale dann wegzuwerfen“, sagt Gründer Marius Gerwinn. Dafür hat das Unternehmen aus Münster nun eine Lösung entwickelt: Pappkartons mit einem passenden Scanaufsatz.

In den legt man die Originaldokumente hinein, oben sein Smartphone drauf und mit der dazugehörigen App werden die Blätter gescannt. Dann kommt einfach eins nach dem anderen in den Karton. Die Originale brauchen nicht extra sortiert und abgeheftet werden, denn bei Bedarf zeigt die App direkt an, wo welches Dokument liegt. Bis Mitte April nimmt Fileee Vorbestellungen an, 2000 müssen zusammenkommen, damit die Box in Produktion geht – ansonsten bekommen die Besteller ihr Geld zurück.
Steckbrief
Fileee

Gründer: Arne Osthues, Marius Gerwinn, Eike Thies (Foto von links)
Gründung: 2011
Sitz: Münster
Mitarbeiter: 10
Nutzer: bisher 15 000 für die App und Cloudlösung
Produkt: Digitale Dokumentenverwaltung
Preis: Box für 600 Seiten + Scanaufsatz 44,95 Euro