Es war ein Gipfeltreffen der Frauen: Im Rahmen der Berlin Web Week fand am Donnerstag der erste Fempreneur Summit statt. Ein gelungener Versuch, Frauen zu vernetzen.


In Deutschland werden nur etwa 13 Prozent aller Unternehmen von Frauen gegründet. „Zeit für Veränderung“, findet Maxi Knust, die das digitale Magazin Fempreneur gegründet hat. Am Donnerstag hat sie – gemeinsam mit Stephan Baasch – den ersten Fempreneur Summit im Rahmen der Berlin Web Week veranstaltet: ein Gipfel für Selbstständige, Gründerinnen und Gründungsinteressierte. Business-Expertinnen gaben durch Vorträge Einblicke in ihre Gründungsprozesse.

Sind Frauen die besseren Solopreneure?

Solopreneure gehen einen Schritt weiter als Freiberufler. „Sie wollen nicht mehr von den Aufträgen anderer abhängig sein. Sie steuern ihre Arbeitsabläufe selbst und deshalb schaffen sie etwas, auf dem ihr eigener Name steht,“ sagt Ehrenfried CostaGromberg. Eine eigene Marke aufzubauen und eigene Produkte zu vermarkten, ohne ein Team im Hintergrund zu haben, erfordert Mut. Ob man als Solo Maker, Solo Trader, Experte oder Kreative startet – es gibt keine Grenzen. Brigitte und Ehrenfried Costa Gromberg aus Hamburg sind Solopreneure. Sie sind überzeugt davon, dass Frauen die besseren Solopreneure sind: „Sie sind realistisch und schießen nicht nach dem Mond!“

Julia Eder aus Berlin kam zum Fempreneur Summit, weil sie etwas mit Social Start-ups machen möchte, vor allem aber kam sie wegen des Solopreneur-Vortrags. „Ich möchte gründen, weiß aber noch nicht, wie groß es werden soll. Vielleicht habe ich nach der Veranstaltung konkretere Ideen dazu.“ Aber eines weiß sie jetzt schon: Sie möchte irgendwann nicht mehr von Spenden abhängig sein und das Projekt aus sich selbst finanzieren können.

Crowdfunding: So wird’s gemacht

Milena Glimbovski hat Original Unverpackt gegründet. Ein Laden, in dem kein Müll produziert wird, in dem die Kunden die unverpackten Produkte etwa in Gläser oder Stoffbeutel füllen, die sie von zuhause mitbringen.