Das FinTech-Start-up Number26 will sein mobiles Konto künftig auch in sechs weiteren Ländern anbieten. Das unbescheidene Ziel: die erste paneuropäische Bank aufbauen.

Die Ziele von Number26 darf man durchaus als ambitioniert bezeichnen. „Unsere Vision war es immer, ein paneuropäisches Konto aufzubauen“, sagt Valentin Stalf. Sein Mitgründer Maximilien Tayenthal spricht sogar von der „ersten paneuropäischen Bank“.

Das FinTech-Unternehmen scheint dieser Vision nun ein Stück näher gekommen. Am Donnerstag verkündete das Start-up die Expansion in sechs weitere Länder. Ein mobiles Konto sollen künftig nicht nur Nutzer in Deutschland und Österreich eröffnen können, sondern auch Konsumenten in Griechenland, Frankreich, Italien, Spanien, Irland und der Slowakei. Die Voraussetzung: Der Kunde muss seinen Wohnsitz in einem dieser Länder haben.

Überweisen per Smartphone

Number26 zählt zu den bekanntesten deutschen Unternehmen der FinTech-Szene, die britische „Wired“ setzte es kürzlich auf die Liste der heißesten Start-ups Europas. Die Berliner bieten ein mobiles Girokonto an, das Nutzern beispielsweise nach einem Einkauf anzeigt, wie viel Geld sie ausgegeben haben. Dadurch lassen sich auch Statistiken erstellen. Auch Überweisungen sollen schneller per Smartphone möglich sein. Das Start-up schickt dem Kunden zudem eine Kreditkarte, mit der dieser Geld kostenlos abheben kann. Dafür muss der Nutzer allerdings vorab Geld auf das Number26-Konto überweisen.

Das Start-up wurde 2013 gegründet und beschäftigt mittlerweise 70 Mitarbeiter. Das Unternehmen zählt nach eigenen Angaben 80.000 Kunden. Im April hatte Number26 für Aufsehen gesorgt, als der Starinvestor Peter Thiel bei einer achtstelligen Finanzierungsrunde selbst mehrere Millionen investierte.