Das Kino Venture CineApp hat frisches Kapital eingesammelt. Zwei hessische Investoren unterstützen das Start-up mit einer sechsstelligen Summe.

Das Kino Venture CineApp (Cinema Mobile GmbH) hat frisches Kapital eingesammelt: Hessen Capital I und LOML Investment finanzieren das Unternehmen in der Serie A Finanzierung mit einer höheren sechsstelligen Summe. Wie hoch der Betrag genau ausfiel, wollte das Start-up gegenüber Wirtschaftswoche Gründer nicht verraten, aber es sei mehr als das dreifache, das man vor einem Jahr bei der Crowdfunding-Aktion auf der Plattform Seedmatch eingesammelt habe. Damals hatten 179 Investoren 197.250 Euro in die Firma investiert. „Zudem besteht – abhängig von bestimmten Leistungskennzahlen – die Option auf weitere Mittel“, sagt Henrik Helmer, COO von CineApp.

Hauptsitz wird nach Frankfurt verlegt

Mit dem investierten Geld will das Start-up Akquisitionen tätigen und seine Reichweite weiter ausbauen. „Beides ist strategisch wichtig, um die führende Position von CineApp im schnell an Bedeutung gewinnenden eTicketing-Markt weiter auszubauen“, erklärt Gründer und Geschäftsführer Tino Schößner. Im Zuge dieser Finanzierung verlegt das Unternehmen seinen Hauptsitz nach Frankfurt am Main und Co-Founder Henrik Helmer (DailyDeal-Google, Ströer Mobile Media) wechselt vom Rocket Ableger Glossybox als COO zur Cinema Mobile GmbH. Die IT- und Strategieabteilung bleiben weiter in Berlin angesiedelt, nun im neuen Wework-Standort im Sony Center am Potsdamer Platz. Die Cinema Mobile GmbH beschäftigt derzeit fünfzehn Mitarbeiter.

Vermittlungsgebühr von elf Prozent

CineApp bietet die Möglichkeit, digitale Kinotickets via Smartphone oder Tablet zu kaufen. Mit dem Barcode erhalten die Kinobesuchern direkten Einlass in den Kinosaal, ohne Warteschlange an der Kasse oder am Ticketautomat. CineApp setzt damit auf das Kommissionsmodell, wie es beispielsweise auch bei Hotelbuchungen eingesetzt wird. Das Start-ip erhält von den Kinobetreibern eine Vermittlungsgebühr von elf Prozent des Gesamtumsatzes.