Das Start-up Sixtyone Minutes erfüllt Wünsche, für die viele keine Zeit haben. Jetzt will der mobile Assistent seinen Service auch für Unternehmen anbieten.

„Dein Butler in einer App. Die Mission: Deine Zufriedenheit“, heißt es auf der Website von Sixtytone Minutes. Das Start-up bietet einen virtuellen Assistenten: Über eine App oder per SMS schicken die User ihre Wünsche an das Unternehmen, die die Anfrage bearbeiten, ein Angebot schicken und schließlich die Recherche bzw. die Reservierung für den Auftraggeber übernehmen. Die ersten 30 Tage sind kostenlos, danach kosten die Anwendungen zehn Euro im Monat. Nach Angaben des Unternehmen haben 27 Prozent aller Anfragen mit Flügen oder Mietautos zu tun; 16 Prozent mit Lebensmitteln oder Geschenken und 14 Prozent für Haushaltshilfen und Kinderbetreuung.

Die Berliner waren damit früh dran, Sixtyone Minutes wurde vergangenes Jahr von Monique Hoell, Michael Gnamm und Paul Filipow gegründet. Inzwischen gibt es eine ganze Reihe Konkurrenten:  MyWichtel; Alfredoo; James, bitte und vor allem GoButler. Das Start-up von ehemaligen Rocket-Internet-Managern hat mit Pro7-Moderator Joko Winterscheidt einen prominenten Unterstützer und attackiert sogar den US-Anbieter Magic.

Sixtyone Minutes reagiert nun mit einer Erweiterung seines Angebotes. Statt vor allem Pizzen für Privatleute zu organisieren, sollen verstärkt Geschäftskunden gewonnen werden. “Es geht längst nicht mehr nur um die nächste Pizza-Bestellung, sondern etwa auch um Autos, die zur Inspektion müssen”, sagt Gründer Michael Gnamm im Gespräch mit WirtschaftsWoche Gründer. Dazu bietet das Start-up jetzt auch “Sixtyone Business” an – einen Kundenservice für Unternehmen, der Dienstleistungen, Beratungen und Produkte in einer App bündelt. “Wir wurden oft darauf angesprochen, ob wir uns denn nicht auch eine Zusammenarbeit auf geschäftlicher Basis vorstellen könnten.”