Mit seinem Geschäftmodell hat Vertragslotse zwei Investoren überzeugen können: Die Kfw und Mountain Partners stecken einen sechsstelligen Betrag in das Start-up.

Erst im Mai 2014 ging die Webseite Vertragslotse online. Jetzt bekommt das Berliner Portal erstmals Kapital von institutionellen Investoren für seine weiteren Wachstumspläne, wie WirtschaftsWoche Gründer vorab erfuhr. Die Schweizer Investmentgruppe Mountain Partners sowie die staatliche KfW Bankengruppe unterstützen das Geschäft der digitalen Vertragsverwaltung mit einer Summe im sechsstelligen Bereich.

„Wir glauben an den Mehrwert von Vertragslotse für den Verbraucher“, begründet Ingo Drexler, Verwaltungsrat von Mountain Partners, die Investition. Das zeige sich auch „durch das hohe monatliche Suchvolumen bei Google zum Thema Vertragsangelegenheiten“. Die Mehrheit der Anteile an Vertragslotse verbleibt bei Gründer Jan Hendrik Ansink und seinem Management. Im Jahr 2014 hatten bereits Lieferando-Geschäftsführer Kai Hansen sowie die beiden ehemaligen Vorstände Maik Emmermann und Helmut von der Lieck in das Portal investiert. Sie unterstützen das Team seit der Gründung auch operativ und strategisch.

App-Entwicklung geplant

Seit Markteintritt verzeichnet Vertragslotse stetig wachsende Nutzungszahlen sowie zahlreiche positive Kundenbewertungen. Die Webseite warnt ihre Kunden rechtzeitig, wenn eine Kündigungsfrist für einen Vertrag ausläuft. Der digitale Vertragsassistent verfügt mittlerweile über eine Datenbank von mehr als 11.000 Anbietern inklusive individuellen Angaben zu aktuellen vertraglichen Konditionen. Auf dieser Basis ist es möglich, dem Kunden eine automatisierte Verwaltung seiner Verträge auf Knopfdruck zur Verfügung zu stellen.

Gründer Jan Hendrik Ansink hat Großes mit der Investition von Mountain Partners und Kfw vor: „In den nächsten Monaten werden wir unsere App-Entwicklung realisieren“, sagt er. Ganz oben auf der Agenda stehen zudem Kundenzufriedenheit und Produktvielfalt. Auch ein langfristiges Ziel hat sich Ansink bereits gesetzt: „Die alten Vertragsordner komplett abzuschaffen und Vertragsentscheidungen für alle Verbraucher zu vereinfachen.“