Auch Porsche setzt jetzt auf Start-ups. Die erste Investition in Millionenhöhe erhält das Start-up Evopark. Die Kölner wollen leidige Parkprobleme lösen.

Im Mai wurde die Porsche Digital GmbH gegründet, die Tochter soll dem Luxuskarossenbauer helfen „führender Anbieter für digitale Mobilitätslösungen im Premiumsegment der Automobilindustrie“ zu werden. Nun hat Porsche die erste Beteiligung bekannt gegeben: Das Start-up Evopark erhält einen einstelligen Millionenbetrag.

Evopark wurde 2014 gegründet. Die Vision: Nie wieder einen Parkschein ziehen und Kleingeld für den Automaten suchen. Stattdessen haben die Kölner eine Plastikkarte entwickelt, die Parkhausschranken per Funk öffnet, die Abrechnung erfolgt am Monatsende. Die dazugehörige App zeigt zudem freie Stellplätze und den Weg dahin. Zudem können Händler beim Einkauf Rabatte auf die Gebühren gewähren, die über das Evopark-System verrechnet werden.

Inzwischen ist Evopark in 16 Städte an 37 Standorten verfügbar. Das Angebot soll nun deutlich ausgebaut werden: „Porsche gibt uns ordentlich Schub, einen flächendeckenden digitalen Parkservice zu etablieren“, sagt Evopark-Gründer Tobias Weiper. „Die Suche nach einem Parkplatz verursacht fast 30 Prozent des innerstädtischen Verkehrs. Gleichzeitig aber bleiben viele Plätze in Parkhäusern frei.“