Bei den „Löwen“ mussten die Macher der Sneaker-Suchmaschine viel Kritik einstecken. Wie es seither weiterging, verrät Mitgründer Denis Falkenstein.

Gestartet im November 2015, hat sich Everysize unter Sneaker-Fans einen Namen gemacht: Über die Onlineplattform des Heilbronner Start-ups Prehawk lässt sich schnell herausfinden, welcher Shop die gewünschten Treter in der passenden Größe vorrätig hat. Das funktioniert nach Angaben des Unternehmens inzwischen bei über 23.000 Modellen.

In „Die Höhle der Löwen“ kam die Idee zwar gut an – doch die Investoren sahen Defizite im Know-how der Gründer. Einzig Carsten Maschmeyer wäre bereit gewesen, das Start-up mit 150.000 Euro und Know-how zu unterstützen. Der Haken: Maschmeyer forderte satte 50 Prozent der Anteile.

Warum die Gründer das Angebot ausschlugen, wie sie die Kritik wahrnahmen und welche Pläne sie  mit Everysize haben, verrät Mitgründer und Geschäftsführer Denis Falkenstein im Interview mit WirtschaftsWoche Gründer.

Herr Falkenstein, in „Die Höhle der Löwen“ mussten Sie viel Kritik einstecken – hat Sie das geärgert?
Überrascht hat uns vor allem, dass Frank Thelen uns so krass angegangen ist. Das wurde ja schon persönlich. Gerade von ihm hätten wir uns eine andere Reaktion erhofft. Im Vorfeld hielten wir ihn für den Investor, der am besten zu uns passen würde.

Frank Thelen hat Sie vor allem mit der Frage durcheinandergebracht, was es Sie kostet, einen Besucher auf die Seite zu locken. Hätten Sie da besser vorbereitet sein müssen?
Ich empfand die Frage als unpassend. Zum Zeitpunkt der Aufzeichnung im Februar waren wir gerade einmal ein gutes Jahr am Start. Gewachsen sind wir bis dahin vor allem organisch – Marketing-Ausgaben hatten wir kaum welche. Darauf habe ich auch hingewiesen. Dass Frank Thelen dann aber so auf diesem Punkt beharrte, hat uns verunsichert. Da hätten wir vielleicht souveräner reagieren müssen, was aber im Scheinwerferlicht eines Fernsehstudios gar nicht so leicht ist.

Ein Angebot haben Sie ja dennoch bekommen: Carsten Maschmeyer wäre eingestiegen – wollte aber gleich die Hälfte der Firma. War das vollkommen uninteressant für Sie?
Zunächst einmal hat uns gefreut, dass wir bei Herrn Maschmeyer offenbar echtes Interesse wecken konnte. Sein Angebot lag aber so weit weg von unseren Vorstellungen, dass das für uns keine Verhandlungsgrundlage war.

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