Mit dem jüngsten Zukauf erweitert das Wiener Start-up sein Angebot um Tickets für Fitnessstudios. Die Konsolidierung in der Branche hält an.

Keine Verschnaufpause: Nachdem Eversports erst im August den Mitbewerber Appointman übernommen hatte, gab die Sportbuchungs-Plattform nun einen weiteren Zukauf bekannt. Demnach hat sich das Wiener Start-up nun auch noch Gymentry aus Hamburg einverleibt. Die Integration erfolgte bereits Anfang des Monats. In der Geschichte des 2013 gegründeten Unternehmens ist es die insgesamt sechste Akquisition. Der Kaufpreis wurde nicht genannt.

Bekannt geworden ist Eversports mit der Möglichkeit, Sportplätze – etwa für Tennis, Squash oder Fußball – online zu buchen. Mit den Übernahmen hat sich das Angebot um Yoga-, Crossfit- und Tanzkurse erweitert. Durch die Integration von Gymentry kommt nun ein weiterer Baustein hinzu: Die Hamburger bieten Tages-, Wochen oder Monatstickets für über 450 Fitnessstudios in Deutschland an. Nutzer können so ohne Vertragsbindung trainieren.

Mit dem neuen Angebot wird Eversports zu einem direkten Konkurrenten von Fitfox. Das Start-up, das inzwischen komplett zum Fachhändler Sportscheck gehört, verkauft ebenfalls Eintrittskarten für Fitnessstudios und hat das Angebot um andere Sportangebote erweitert. So sind Lauftreffs und Yoga-Events hinzugekommen.

Zahlreiche Zusammenschlüsse

Einen anderen Ansatz verfolgt Urban Sports Clubs. Nutzer dort haben zwar ebenfalls die Wahl zwischen zahlreichen Sportangeboten. Um diese wahrzunehmen, ist aber ein Abo bei dem Berliner Start-up erforderlich. Je nach Umfang kostet diese zwischen 29 und 129 Euro monatlich.

Auffällig ist: Ebenso wie Eversports verfolgt Urban Sports Club eine aggressive Expansionsstrategie. Das Start-up hatte die Wettbewerber Somuchmore, 99Gyms, Fitengo und zuletzt Fitrate übernommen. Für die Expansion gab es im Oktober Risikokapital in zweistelliger Höhe. Die letzte Finanzierungsrunde, die Eversports bekannt gegeben hatte, spielte dem Team um Gründer Hanno Lippitsch und Emanuel Steininger im Frühjahr fünf Millionen Euro ein.