Die 2010 gegründete Strategieberatung unterstützt Unternehmen bei der digitalen Transformation – und baut eigene Start-ups auf.

Die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY (Ernst & Young) hat den Digitalberater und Company Builder Etventure übernommen. Das gaben beide Unternehmen heute bekannt. Etventure ist 2010 von Philipp Depiereux, Philipp Herrmann und Christian Lüdtke gegründet worden. Das Trio soll die Geschäfte der auf digitale Transformation und Entwicklung neuer Geschäftsmodelle spezialisierte Strategieberatung auch weiterhin führen.

Etventure ist in der Gründerszene nicht unbekannt: Das Unternehmen hat eigene Start-ups gegründet und ist an anderen beteiligt. Hervorgegangen aus der Digitalberatung ist beispielsweise die E-Recruiting-Plattform Mobilejob. Dasselbe gilt für das Marktforschungsunternehmen POSpulse, das im Juli eine Finanzierungsrunde über drei Millionen Euro abgeschlossen hat.

Fokus auf B2B-Projekten

Im Dezember hatte Etventure seinen Company Builder neu ausgerichtet. Der Fokus liegt seither verstärkt auf B2B-Geschäften. Unterstützt werden nicht nur Projekte von unabhängigen Gründern. Die Beratung greift auch Ideen von Unternehmenskunden oder potentiellen Investoren auf und gründet für die Umsetzung eigene Start-ups.

Innerhalb der EY-Gruppe soll Etventure nun als eigenständige Gesellschaft bestehen bleiben, aber mit Beratern der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bei Großprojekten zusammenarbeiten. „EY mit seinem internationalen Marktzugang, seiner tiefen Branchenexpertise und seinem multidisziplinären Beratungsangebot und Etventure mit seiner Start-up-Kultur sowie seiner außergewöhnlichen Digitalkompetenz ergänzen sich optimal“, sagt Julie Linn Teigland, Regional Managing Partner bei EY für Deutschland, Österreich und die Schweiz (GSA).

Zu den Unternehmenskunden von Etventure zählen unter anderem die Barmer, die Deutsche Bahn, Daimler Financial Services und der Stahlhändler Klöckner. Zum Team gehören über 250 Mitarbeiter an Standorten in Berlin, Hamburg, München, Stuttgart, Hongkong.