In wenige Bereiche floss zuletzt so viel Geld, wie in Essenslieferdienste. Damit scheint es nun vorbei, auch wenn die Schlacht um die Kunden anhält.

Es sind vor allem Foodora und Deliveroo, die in großen Städten mit Flyern, Plakaten und Testrabatten um Kunden buhlen. Die Kriegskassen der Lieferdienste sind gut gefüllt, schließlich haben Delivery Hero & Co. allein im Vorjahr eine Milliarde Euro an Wagniskapital eingesammelt.

Doch inzwischen fließt das Geld spärlicher, wie eine Analyse von tech.eu zeigt: Seit der Rekordsumme von 486 Millionen Euro im ersten Quartal 2015 sind die Summen kontinuierlich gefallen. Im ersten Quartal diesen Jahres waren es nur noch 32 Millionen Euro.

Nun ist die Konsolidierung in vollem Gange. 18 Übernahmen gab es bei europäischen Essenslieferdiensten im Vorjahr, die bekanntesten waren der Kauf des türkischen Marktführers Yemeksepeti für 540 Millionen Euro. Und auch Rocket hat in seinem Essensgeschäft aufgeräumt: Foodpanda verkaufte sein Geschäft in Brasilien und Mexiko an den Konkurrenten JustEat, zudem verkauften die Samwers ihre Lieferdienste in Italien und Spanien.