Siut produziert einen Werkstoff mit Lichtfasern. Der Leuchtbeton soll nicht nur schön aussehen, sondern auch nützlich sein.

Vincent Genz und Benjamin Westerheide bringen selbst das tristeste Grau zum Leuchten. Mit ihrem Berliner Start-up Siut haben sie einen neuartigen Werkstoff entwickelt, den Architekten und Designer bisher vor allem in Häusern einsetzen. Ein Netz aus Glasfasern durchzieht Bodenplatten und Waschbecken aus Beton, eine einzelne LED-Lampe sorgt für das Licht. Das sieht gut aus und ist außerdem benutzerfreundlich. Die Lichtquelle lässt sich leicht austauschen.

Künftig soll der Leuchtbeton nicht nur ästhetisch, sondern auch nützlich eingesetzt werden. Zum Beispiel in Bahnhöfen: Der Bahnsteig könnte blinken, wenn ein Zug durchfährt, vor Rolltreppen könnten die Lichtpunkte die Fahrtrichtung oder eine Störung signalisieren. Erste Prototypen dafür hat Siut schon im Accelerator-Programm der Bahn entwickelt. „Wir wollen das noch in diesem Jahr an einem Berliner Bahnhof testen“, sagt Westerheide.

Steckbrief
Siut
Gründer: Benjamin Westerheide, Vincent Genz
Gründung: 2015
Sitz: Berlin
Mitarbeiter: 7
Finanzierung: Exist-Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie, nun ein mittlerer sechsstelliger Betrag von der Hamburger Beteiligungsgesellschaft Apriori