Das Rocket-Start-up Nestpick hat in einer aktuellen Finanzierungsrunde elf Millionen US-Dollar eingenommen. Neben dem Berliner Inkubator beteiligten sich auch Mangrove und Enern an der Kapitalspritze.

Das Immobilien-Start-up Nestpick sammelt in einer aktuellen Finanzierungsrunde elf Millionen US-Dollar ein. Nachdem Rocket Internet im vergangenen Dezember erstmals in das ursprünglich in den Niederlanden gegründete Unternehmen investiert hatte, beteiligte sich der Berliner Inkubator nun erneut an der Kapitalspritze. Auch der Risikokapitalgeber Mangrove und der Private-Equity-Spezialist Enern stiegen bei Nestpick ein.

Wofür das inzwischen in Berlin ansässige Start-up das Geld genau verwenden will, sagte es nicht. Von Seiten des Gründers, Fabian Dudek, heißt es in einer Mitteilung lediglich: „Mit dem Investment werden wir unsere Plattform weiter ausbauen.“

Keine reine Erfolgsgeschichte

Nestpick war erst im Februar in Deutschland gestartet. Das Unternehmen vermittelt über seine Plattform Wohnungen. Die Idee: eine Vermietung ganz ohne Besichtigungstermin. Ursprünglich sollten vor allem Austauschstudenten und Ausländer an Wohnraum über die Plattform kommen.

Seit dem Einstieg von Rocket Internet ist das Start-up – wie die meisten Schützlinge des Berliner Inkubators – ordentlich expandiert und mittlerweile in 35 Städten verfügbar. Insgesamt 21.000 Wohnungen seien derzeit auf der Nestpick-Seite gelistet, berichtet das Unternehmen. Nestpick konkurriert seit dem Makler-Gesetz mit mehreren anderen Plattformen, die ebenfalls Wohnungen über das Netz vermitteln – meist allerdings mit Besichtigungstermin.

Eine reine Erfolgsgeschichte kann das Start-up übrigens nicht vorweisen. Bereits im Juni hatte die „Gründerszene“ von Stellenstreichungen berichtet. Ein Artikel in der „Zeit“ warf Nestpick zudem vor, Bilder retuschiert zu haben. Das Start-up hatte damals damit geworben, alle Wohnungsangebote selbst zu überprüfen und eigene Bilder zu machen.