Im Elevator Pitch der WirtschaftsWoche wollen Manuel Klein, Edward Eichstetter und Leonardo Uriona Sepulveda überzeugen. Sie sorgen mit EKU Power Drives für mehr Energieeffizienz in der Schwerindustrie.

Eine halbe Minute mit Investor Oliver Samwer im Fahrstuhl: Wie lautet euer Elevator Pitch?
Wir helfen, umweltfreundliche Antriebe für Öl- und Gasbohrtürme und Bergbaukipper einzusetzen. Deren Dieselmotoren laufen oft nonstop, haben dabei Leerlaufzeiten von mehr als zwei Stunden. Im ersten Schritt haben wir in der US-Öl- und Gasindustrie Bohrtürme und Pumpen mit einer Start-Stopp-Automatik wie beim Pkw ausgerüstet. Wenn sie nicht gebraucht werden, schalten sie ab. Im nächsten Schritt wollen wir Bergbaukipper mit Hybridantrieb ausstatten. Fahren die bergab, laden sie ihre Batterien auf. Bergauf treibt sie dann ein E-Motor mit an.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen?
Der Klassiker. Als wir beim Bier zusammensaßen. Einer unserer Gründer hat früher für die US-Ölindustrie gearbeitet.

Wann ist euch das letzte Mal das Geld ausgegangen – und wie habt ihr überlebt?
Es dauerte Monate, bis die Verträge mit Kunden zustande kamen. Wir mussten uns mit Ingenieurarbeit für die Autobranche über Wasser halten.

Werdet ihr jemals Geld verdienen?
Die Ölfirmen sparen durch unsere Technik Sprit, deshalb zahlen sie dafür auch etwas.

Eure Kultur ist:
a) perfektionistisch wie bei Apple
b) nerdig wie bei Google
c) gnadenlos wie bei Uber
d) … effizient wie das Green Team der Uni Stuttgart, aus dem wir stammen. Das hat mit seinem E-Auto den Beschleunigungsweltrekord geknackt.

Wie sieht es mit Vielfalt in eurem Unternehmen aus?
Unsere Mitarbeiter kommen aus sechs Nationen. Wir konnten aber noch keine Frau begeistern.

Was war euer größter Rückschlag?
Einen großen Rückschlag hatten wir noch nicht.

Wo steht ihr in fünf Jahren?
Dann haben wir für Umweltfragen bisher nicht so sensible Industrien zum Umdenken bewegt.

Fakten zum Start-up

Zahl der Kunden: drei, darunter die Öl- und Gasförderer Oasis Petroleum und Pioneer Natural Resources
Gründung: März 2015
Mitarbeiter: 19
Finanzierung: Gründerstipendium des Bundeswirtschaftsministeriums, eigene Umsätze, seit 2017  Wagniskapital